ACHTUNG! ▷ Arthritis ganz einfach durch Ernährung geheilt?

Bei Arthritis handelt es sich um ein häufig unterschätztes Leiden. Diese Krankheit kann die Betroffenen im Alltag stark einschränken. Aber was ist Arthritis überhaupt? Kann mit der Ernährung auf die Erkrankung eingewirkt werden? Wir haben uns mit diesem Thema ausführlich auseinandergesetzt und klären auf.


 Informationen zur Krankheit

  • Bezeichnung: Arthritis (auch: Andreaskrankheit)
  • Typ: Entzündung der Gelenke (verschiedene Körperteile)
  • ICD-Codes: M00-M03, M05-M14

Was ist Arthritis? – Eine Definition

Der Begriff Arthritis stammt aus dem Griechischen und kann mit Gelenk oder Glied für „Arth“ sowie Entzündung für die Silbe „Itis“ übersetzt werden. Demnach wird deutlich, dass es sich bei dieser Erkrankung um eine Gelenkentzündung handelt. Eine Gelenkentzündung kann plötzlich auftreten. In diesem Fall wird von einer akuten Arthritis gesprochen. Flammt eine solche Erkrankung hingegen immer wieder auf, handelt es sich um eine chronischen Gelenkentzündung.

Was sind die Ursachen von Arthritis?

arthritis hand gelenk schmerz

Die Ursachen für eine Gelenkentzündung können sehr vielseitig sein. Bei den häufigsten Ursachen für eine Arthritis handelt es sich um:

  • Infektionen
  • Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel Rheuma oder Psoriasis-Arthritis
  • Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise Gicht
  • Gelenkverschleiß

Infektionen

Sollte die Ursache in einer Infektion zu finden sein, müssen die dafür verantwortlichen Erreger bestimmt werden. Bei den typischen Erregern kann es sich um Staphylokokken, Streptokokken, das Darmbakterium Escherichia oder Haemophilus influenzae handeln. Bei einer Infektion können Erreger und Bakterien das Gelenk zum Beispiel über eine Wunde direkt infizieren. Ebenfalls möglich wäre eine Infektion über das Blut. Dies kann beispielsweise bei einer Borreliose vorliegen.

Autoimmunerkrankungen

Von einer Autoimmunerkrankung wird gesprochen, wenn die körpereigene Abwehr fälschlicherweise die eigenen Gelenke oder das eigene Gewebe angreift. Zu den häufigsten Autoimmunerkrankungen gehören

  • Morbus Bechterew
  • Schuppenflechte
  • chronische Darmentzündungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa
  • rheumatoide Arthritis, auch Polyarthritis genannt

Stoffwechselerkrankungen

Stoffwechselerkrankungen können ebenfalls für eine Gelenkentzündung verantwortlich sein. Eine Form dieser Stoffwechselerkrankungen ist zum Beispiel die Gicht. Dieses Leiden wird durch eine Harnsäureerhöhung ausgelöst.

Symptome und Diagnose

Eine Arthritis kann an den folgenden Symptomen erkannt werden:

  • Schmerzen im betroffenen Gelenk
  • Schwellungen
  • gerötete Haut
  • Überwärmung
  • eingeschränkte Bewegung im betroffenen Gelenk

Zusätzlich können Wasser oder Eiter im Gelenk auf eine Arthritis hinweisen. Um die Diagnose stellen zu können, muss der behandelnde Arzt zunächst eine Reihe von Untersuchungen durchführen. Zu diesen Untersuchungen gehört das persönliche Gespräch, in welchem die Krankenvorgeschichte erörtert wird. Darauf folgen eine körperliche Untersuchung, eine Blutuntersuchung sowie ein Röntgenbild. Sollte der behandelnde Arzt trotz der durchgeführten Untersuchungen keine klare Diagnose stellen können, werden weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Gelenkpunktion, nötig. Hierbei wird den Betroffenen Flüssigkeit oder Gewebe aus dem Gelenk entnommen. Bei einer weiteren Untersuchungsmethode handelt es sich um eine Gelenkspiegelung.

Gelenkerguss als erstes Anzeichen

Bei einem Gelenkerguss kommt es zu einer Ansammlung von Flüssigkeit in dem betroffenen Gelenk. Dies kann eine Folge von einem Trauma oder einer Entzündung sein. Zu den ersten Symptomen bei einem Gelenkerguss gehören Schmerzen, Schwellungen sowie Bewegungseinschränkungen.

Es kommt zur Gelenkentzündung

Ist eine Gelenkentzündung eingetreten, muss zunächst nach der Ursache geforscht werden. Erst wenn herausgefunden wurde, welche Ursache für die Gelenkentzündung zugrunde liegt, kann eine Behandlung erfolgen.

Unterschiedliche Formen von Arthritis

Die Erkrankung kann in unterschiedlichen Formen auftreten:

  • Monarthritis: Bei dieser Arthritis Form kommt es zu einer Entzündung in exakt einem Gelenk. Die Ursachen für eine Monarthritis können traumatisch, degenerativ oder infektiös sein.
  • Oligoarthritis: Beschränkt sich die Gelenkentzündung auf weniger als 5 Gelenke, spricht man von einer Oligoarthritis.
  • Polyarthritis: Eine Polyarthritis liegt vor, wenn neben den Gelenken ebenfalls Organe, Schleimbeutel oder Sehnenscheiden betroffen sind. Bei der Polyarthritis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung.

Verschiedene Ausprägungen von Arthritis

Eine Arthritis kann verschiedene Ausprägungen haben. Hierbei kann rs sich um akute oder rheumatoide Arthritis handeln. Eine reaktive Arthritis ist eine weitere Ausprägung.

Plötzliche Beschwerden: Akute Arthritis

Akute Arthritis tritt sehr plötzlich auf und kann sich sogar innerhalb von Minuten oder Stunden mit ausgeprägten Entzündungszeichen zeigen. Hierzu gehören zum Beispiel starke Schmerzen bis hin zu Berührungsschmerzen.

Nach bakterieller Infektion: Reaktive Arthritis

Von einer reaktiven Arthritis wird gesprochen, wenn es sich um eine Gelenkentzündung nach einer bakteriellen Infektion handelt. Bis zum heutigen Zeitpunkt wurde nicht vollständig geklärt, warum es nach einer bakteriellen Infektion zu einer reaktiven Arthritis kommen kann. Zu den Auslösern für solch eine Symptomatik gehören insbesondere Darmbakterien oder Geschlechtskrankheiten.

Rheumatoide Arthritis (rheumatische Arthritis)

Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um eine chronische Entzündung, welche vor allem die Gelenke betrifft. Chronisch bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Entzündung immer wieder auftritt.

Worum handelt es sich bei Arthritis Urica (Gicht)?

Arthritis im Gesicht

Bei Gicht handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung. Es kommt zu einem erhöhten Harnsäuregehalt im Blut, wobei die überschüssige Harnsäure an den Gelenken, Organen oder Geweben abgelagert wird. Gicht ist wahrscheinlich erblich bedingt. Generell verläuft Gicht in drei Stadien:

  • Bei dem ersten Stadium handelt es sich um das latente Stadium. In dieser Phase leiden die Betroffenen über mehrere Jahre über einen erhöhten Harnsäurewert im Blut. Mit Schmerzen muss in diesem Stadium noch nicht gerechnet werden.
  • Das zweite Stadium ist von akuten Gichtanfällen bestimmt. In dieser Phase sind bereits viele Harnsäurekristalle im Gelenk abgelegt worden, so dass die Flächen mit dem Reiben beginnen. Die Gelenke werden auffallend rot, schwellen an und schmerzen. Eine Begleiterscheinung des zweiten Gichtstadiums kann Fieber sein.
  • Im dritten Stadium wird die Gicht zu einer chronischen Krankheit. Es kommt zu lang anhaltenden Gelenkschmerzen sowie Deformationen der betroffenen Gelenke.

Häufig betroffene Gelenke

Grundsätzlich kann jedes Gelenk betroffen sein. Da die Erkrankung allerdings verschiedene Ursachen und Formen hat, können einige Arten bestimmte Gelenke häufiger betreffen, als andere.

Arthritis an den Fingern

Rheumatoide Arthritis beginnt häufig in den Fingern. Typischerweise sind die Gelenke stets spiegelbildlich betroffen. Je länger die Erkrankung andauert, desto eingeschränkter wird die Bewegung. Zunächst wird kräftiges Zupacken zu einem Problem, in späteren Stadien der Krankheit fallen auch die einfachen Arbeiten zunehmend schwerer. Im späten Stadium der rheumatoiden Arthritis verformen und versteifen sich die Gelenke.

Probleme an den Knien

Arthritis an den Kniegelenken kann entweder infektionsbedingt sein oder es handelt sich um eine rheumatoide Arthritis. Erkennen können Betroffene eine Erkrankung durch Knieschmerzen die mit Schwellungen, Morgensteifigkeit, Kraftlosigkeit sowie einem allgemeinen Krankheitsgefühl einhergehen.

Arthritis am Fuß

Arthritis am Fuß ist auch als Fußwurzelarthrose bekannt und betrifft die Verbindung der Mittelfußknochen mit der Fußwurzel. Die Ursache ist häufig nicht ermittelbar. Bei den Symptomen einer Fußwurzelarthrose handelt es sich um einen Druckschmerz am Fußrücken bei Abtastung.

Behandlung von Arthritis

Arthrose gilt als unheilbar, dennoch gibt es wirksame Therapiemethoden, welche die Krankheit aufhalten können. Bei der Therapie gegen Arthritis ist Schmerzfreiheit sowie die Stärkung des Gelenkknorpels das Ziel. Damit erhalten die Betroffenen ihre Beweglichkeit und erhöhen die Lebensqualität.

Rollator als Hilfe bei schmerzhafter Arthritis

Bei manchen Menschen führt die Erkrankung zu massiven Schmerzen, die schon alltägliche Bewegung wie beispielsweise Gehen oder Stehen deutlich erschweren. In solchen fällen kann ein Rollator stützende Hilfe schaffen und den Alltag wieder deutlich vereinfachen. Nicht jeder Betroffene ist aufgrund einer Arthritis an den Rollator gebunden. Wichtig ist, bereits bei den ersten Anzeichen durch die richtige Ernährung sowie die entsprechende Behandlung mit Medikamenten und Physiotherapie entgegenzuwirken.

Medikamente gegen Arthritis

Arthritis Medikamente

Bei einer Gelenkentzündung können ebenfalls Medikamente zum Einsatz kommen, um Schmerzen zu lindern und Schwellungen abzumildern. Darüber hinaus können mit Medikamenten und Arzneien in Form von Tabletten oder Salben und Cremes die Arthritis aufgehalten werden. Hierbei wird zwischen krankheitsmodifizierenden Behandlungen sowie einer symptomatischen Therapie unterschieden. Bei einer krankheitsmodifizierten Behandlung werden die Medikamente unabhängig von den Beschwerden regelmäßig eingenommen. Medikamente zur symptomatischen Behandlung sollen akute Schmerzen und Entzündungen abmildern.

Ist eine Diät hilfreich?

Die richtige Ernährung kann die Erkrankung nicht heilen. Allerdings können Nahrungsmittel oder der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel dabei helfen, Medikamente einzusparen. Durch Ernährung kann eine Erkrankung in gewissem Maße beeinflusst werden.

Auf Medikamente verzichten durch richtige Ernährung?

Ernährungstherapien sind lediglich in der Lage, die medikamentöse Behandlung einer Arthritis zu unterstützen. Ersetzen kann die richtige Ernährung Medikamente nicht. Um die Beschwerden einer Arthritis zu lindern, sollten Betroffene ein eventuelles Übergewicht reduzieren, um die Gelenke zu schonen. Nikotin und Alkohol können die Entzündungen der Gelenke fördern. Aus diesem Grund sollte auf diese Genussmittel verzichtet werden. Darüber hinaus sollten fettreiche und tierische Lebensmittel nicht häufiger als zweimal wöchentlich zu sich genommen werden. Mindestens zwei Fischmahlzeiten wöchentlich können ebenfalls bei einer Arthritis unterstützen. Viel Obst und Gemüse sowie pflanzliche Öle, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, können die Gelenkentzündung ebenfalls mildern.

Was unterscheidet Arthritis von Rheuma?

Die Unterschiede zwischen Arthritis und Rheuma können klar definiert werden:

  • Arthritis: Hierbei schmerzen die Gelenke aus dem Grund, weil die Knorpelschicht durch Überbelastung oder Übergewicht sowie Altersabnutzung angegriffen sind.
  • Rheuma: Bei dieser Krankheit ist das Immunsystem gestört. Aus diesem Grund entzünden sich die Gelenke.

Fazit

Nicht bei jedem Gelenkschmerz handelt es sich um Arthritis. Dennoch sollten Betroffene bei Gelenkschmerzen einen Arzt aufsuchen, um eine Arthritis auszuschließen. Unbehandelte Arthritis kann zu schweren gesundheitlichen Einschränkungen führen.


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