ACHTUNG! Besenreiser – DIE richtigen Behandlungen im CHECK…

Viele halten Besenreiser lediglich für ein kosmetisches Problem. Aber können diese Veränderungen an den Venen auch zu gesundheitlichen Problemen führen? Wir haben uns mit dem Thema näher beschäftigt und informieren nachfolgend ausführlich über die Entstehung sowie über die Methoden zur Beseitigung.


 Informationen zur Krankheit

  • Bezeichnung: Besenreiser
  • Typ: Varizen der unteren Extremitäten ohne Ulzeration oder Entzündung
  • ICD-Codes: I83.9

Was sind überhaupt Besenreiser?

In der Medizin gehören die Besenreiser zu einer Unterform der Varikose, auch als Krampfadern bekannt. Hierbei handelt es sich um kleine, modifizierte netz- oder fächerförmige Venen, welche direkt in der Oberhaut liegen. Besenreiser entstehen hauptsächlich an den Beinen und können aufgrund einer angeborenen Veranlagung entstehen. Ebenfalls möglich ist eine Stauung im Venensystem. Sie stellen keine eigentliche Krankheit im medizinischen Sinne dar, sondern sind vielmehr ein kosmetisches Problem.

Wo besteht der Unterschied zu Krampfadern?

Der Unterschied zwischen Krampfadern und Besenreisern ist schnell erläutert: Bei Besenreisern handelt es sich um eine Vorstufe von Krampfadern. Während Krampfadern zu schweren gesundheitlichen Einschränkungen führen können, stellen die Besenreiser allerdings lediglich ein kosmetisches Problem dar. Bei den Besenreisern sind die oberflächlichen, kleineren Venen betroffen. Krampfadern entstehen meist in den tiefer liegenden, dickeren Venen.

Mit Cremes und Salben Besenreiser wieder loswerden

Eine der verbreitesten Methoden Besenreiser oder Krampfadern im Anfangsstudium zu bekämpfen und vorzubeugen sind Cremes uns Salben. Diese sollen die Venen „reparieren“, Gefäßwände stärken und somit für einen besseren Blutfluss sorgen. Daraus resultiert schlussendlich eine Reduzierung von Beschwerden wie Besenreisern.

Dabei werden Wirkstoffkombinationen aus Stoffen wie Rosskastanien, Weinrebe, Hamamelis oder Mäusedorn verwendet

VORSICHT vor Abzock Produkten – nutzlos gegen Besenreiser

Leider halten nicht alle Produkte das was ihre Hersteller versprechen. Gerade im Internet wird so oftmals versucht Produkte an die Kunden zu verkaufen, die am Ende des Tages nur Geld gekostet aber nicht gegen die lästigen Besenreiser geholfen haben. Dabei wenden die Hersteller dieser Produkte meist dubiose und unseriöse Werbemaschen an und versprechen Wirkungen, die ihr Produkt nicht halten kann.

Operative Eingriffe um Besenreiser zu entfernen

besenreiser laserbehandlung

Um Besenreiser wieder loszuwerden, gibt es verschiedene Operationsmethoden, welche wir nachfolgend näher aufführen möchten.

Operation – der letzte Ausweg

Eine Operation sollte bei Besenreisern stets als letzter Ausweg in Betracht gezogen werden. Es gibt unterschiedliche Operationsmethoden:

Besenreiser veröden – Sklerosierung

Bei der Verödung von Besenreisern werden die erkrankten Venen mit einer Injektion beseitigt. Diese Methode ist ebenfalls unter den Begriffen Mikrosklerotherapie oder Sklerosierung bekannt. Hierbei wird mit einer dünnen Nadel ein Verödungsmittel in die betroffenen Hautvenen injiziert, wobei der Patient ein leichtes Brennen auf der Haut spüren kann. Die verödeten Venen werden vom Körper abgebaut. Um den Heilungsprozess nach der Verödung zu unterstützen, sollten die Betroffenen Kompressionsstrümpfe tragen. Das Ergebnis der Verödungsbehandlung wird erst nach einigen Wochen sichtbar, da die Gefäße zunächst abgebaut werden müssen.

Laserbehandlung

Bei der Lasertherapie handelt es sich um eine weitere effektive Behandlungsmethode bei Besenreisern. Hierbei werde die Gefäßwände der betroffenen Venen mit monochromatischem Laserlicht erhitzt. Dadurch steigt die Temperatur des Blutes in den Adern und schädigt die betroffenen Gefäße so stark, dass die Besenreiser vom Körper abgebaut werden. Zur Unterstützung der Heilung wird auch bei der Lasertherapie das Tragen von Kompressionsstrümpfen empfohlen. Für optimale Behandlungsergebnisse sind mehrere Lasertherapiesitzungen nötig.

Die Kosten

Die Kosten für einen operativen Eingriff bei Besenreisern sind relativ hoch und werden nicht immer von den Krankenkassen übernommen. Für eine Verödung liegen die Kosten zwischen 50 bis 100 Euro pro Sitzung. Eine Lasertherapie kostet rund 75 bis 150 Euro pro Sitzung.

Besenreiser entfernen durch Cremes und Salben

Besenreiser können ebenfalls mit Cremes und Salben behandelt werden. Wer sich für diese Behandlungsmethode entscheidet, sollte sich vom Arzt oder Apotheker beraten lassen. Im Hinblick auf die hohen Kosten der operativen Methoden, welche teilweise nicht von den Krankenkassen übernommen werden, stellen Salben und Cremes eine gute Alternative dar.

Die Ursachen – Wie entstehen Besenreiser?

Bestimmte Risikofaktoren begünstigen die blauen Adern auf der Haut, welche auch als Besenreiser bekannt sind. In der Regel geht dieses Venenleiden einer erblichen Veranlagung voraus. Besenreiser sind zwar keine altersbedingte Krankheit, allerdings kann die Wahrscheinlichkeit für ein Auftreten dieses Leidens mit zunehmendem Alter zunehmen. Zu den weiteren Risikofaktoren gehören Bewegungsmangel, Übergewicht, Stehberufe oder eine Schwangerschaft. Eine Herzschwäche oder Thrombose können dieses Venenleiden ebenfalls begünstigen.

Wo können Besenreiser entstehen & wie erkennt man sie?

Besenreiser treten häufig an den Waden oder an den Oberschenkeln auf. Allerdings können die blauen Adern ebenfalls am Rücken, im Gesicht oder am Bauch sichtbar werden. Besenreiser können an violetten oder blauen Adern und Venen erkannt werden, welche durch die Haut schimmern. Venen können plötzlich stark sichtbar werden.

Symptome – Verursachen Besenreiser Schmerzen?

Besenreiser verursachen in der Regel keine Schmerzen. Zu den Symptomen von diesem Venenleiden gehören plötzlich auftretende blau verfärbte kleine Adern, welche auf der Haut sichtbar werden. Besenreiser treten äußerst selten auch großflächig auf. An den betreffenden Hautstellen kann es in diesen Fällen zu einer Überwärmung oder leichten Schmerzen kommen.

Sind sie sogar gefährlich?

In der Regel sind Besenreiser nicht gefährlich. Meistens tritt dieses Venenleiden isoliert an kleinsten Venen in der Haut auf. Mit weiteren Problemen ist in den meisten Fällen nicht zu rechnen. Sie sind nur selten ein Anzeichen für Erkrankungen an den tiefer liegenden Venen. Um dies auszuschließen, sollte bei Auftreten von Besenreisern ein Arzt aufgesucht werden.

Vorbeugen – Tipps gegen Besenreiser

Insbesondere Menschen mit genetischen Prädispositionen sollten vorbeugende Maßnahmen bei Besenreisern ergreifen. Hierzu gehört neben einer gesunden Lebensweise ebenfalls ausreichende Bewegung. Darüber hinaus können spezielle Übungen vorbeugende Wirkung haben.

Hausmittel – Gesunde & aktive Lebensführung

Eine gesunde und aktive Lebensführung gehört zu den Grundlagen für Menschen, welche an Besenreisern leiden oder eine genetische Veranlagung hierfür haben. Dazu gehört zunächst ein Verzicht auf Nikotin oder Alkohol, da diese Genussmittel das Venenleiden begünstigen. Zudem sollte Übergewicht unbedingt vermieden werden. Wer an Besenreisern leidet, sollte flache Schuhe tragen. Mit speziellen Übungen kann die Venenpumpe aktiviert werden. Ein weiterer Trick bei Besenreisern sind Wechselduschen oder kalte und warme Wassergüsse. Darüber hinaus können venenstärkende Tees bei Besenreisern unterstützend wirken.

Kompressionsstrümpfe

Kompressionsstrümpfe sind ebenfalls eine effektive Behandlungsmethode bei Besenreisern. Es gibt verschiedene Kompressionsstrümpfe, welche sich wesentlich in Form von dem ausgeübten Druck unterscheiden. Bei der Anwendung von Kompressionsstrümpfen kommt es zu einem beschleunigten Rückfluss zum Herzen. Dadurch kann das Venenklappensystem wieder funktionieren, wodurch den Besenreisern vorgebeugt wird.

LESER HELFEN LESERN

Wenn Sie bereits Erfahrungen gemacht haben mit Besenreisern und vielleicht sogar Tipps für die Behandlung haben, so lassen Sie es uns & die Leser wissen. Nutzen Sie die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag und tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen aus.
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!

Fazit

Operative Eingriffe wie Verödung oder Lasertherapie sollten erst in Betracht gezogen werden, wenn sämtliche Hausmittel sowie eine umgestellte Lebenssituation bei Besenreisern nicht helfen.

Wer unter Besenreisern leidet, sollte dieses Venenleiden zunächst mit Cremes und Kompressionsstrümpfen bekämpfen. Hierbei handelt es sich um eine großartige Kombinationstherapie gegen Besenreiser. Aber gerade bei den Cremes und Salben gibt es im Internet leider viele schwarze Schafe die versuchen mit dubiosen Werbetricks ihre wirkungslosen Produkte zu verkaufen.


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