AUFGEDECKT! ▷ Fußnagelpilz – Diese 7 Tipps sollten Sie beachten…

Zu gepflegten Füßen gehören auch schöne Fußnägel. Durch eine Fußnagelpilz-Erkrankung wird die Optik der Zehen natürlich erheblich gestört. Leider sind die Fußnägel ein idealer Nährboden für viele verschiedene Erreger. Obwohl der Fußnagelpilz relativ stark verbreitet ist, wird er immer noch oft unterschätzt. Dabei sollte er schnellstmöglich behandelt werden! Was wirklich hilft und wie auch Sie effektiv vorbeugen können, erfahren Sie hier…


 Informationen zur Krankheit

  • Bezeichnung: Nagelpilz (Nagelmykose/Onychomykose)
  • Typ: Erkrankung der Fußnägel durch Pilzbefall
  • ICD-Codes: B37, B35

Wie entsteht eigentlich Fußnagelpilz?

Fußnagelpilz kann grundsätzlich verschiedene Ursachen haben: In 90 % der Fälle handelt es sich um Fadenpilze, sogenannte Dermatophyten. Die restlichen 10 % machen Hefepilze und Schimmelpilze aus.

Der Pilz-Erreger heftet sich zunächst an winzige Risse im Nagel oder im Zwischenraum zwischen Nagel und Nagelbett an. Meist geht dem Fußnagelpilz ein Fußpilz voraus. Später breitet sich der Erreger über den gesamten Nagel aus.

Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr?

Der Pilz wird immer von Mensch zu Mensch übertragen, wenn diese barfuß unterwegs sind. Dies kann auf direktem oder indirektem Wege geschehen. Aus diesem Grund ist das Ansteckungsrisiko ziemlich groß.

Mögliche Übertragungswege von Pilzinfektionen sind:

  • von einer Person zur anderen durch Körperkontakt
  • Fußböden in öffentlichen Schwimmbädern, Saunen, Duschen
  • Teppichböden in Hotels
  • Yoga- und Pilatesmatten im Fitness-Center
  • Schuhe im Geschäft (nur mit Strümpfen anprobieren)

Die Symptome – Wie erkenne ich eine Pilzinfektion am Fuß?

fußnagelpilz symptome erkennen

Die Pilz-Erreger greifen den Eiweißbaustein Keratin an, der den Nagel festigt. Folglich wird der Nagel spröde, brüchig oder bröckelig. Außerdem verändert sich die Form und Farbe. Der vom Pilz befallene Nagel verdickt sich. Es entstehen weiße, gelbliche oder bräunliche Flecken. Diese breiten sich immer mehr über den Nagel aus.

Meist beginnt die Pilz-Erkrankung am seitlichen Nagelrand. Unbehandelt macht er sich über die gesamte Nagelplatte breit. Eine verdickte Nagelplatte kann zu Druckschmerzen im geschlossenen Schuh führen. Leichte Schmerzen, Juckreiz und Hautrötungen können entstehen, wenn die Mykose auch das Nagelbett und die Haut befällt. Es kann auch zu einem fauligen Geruch kommen.

Fußnagelpilz entfernen – Die Behandlungsmöglichkeiten

fußnagelpilz behandeln

Wie bei jeder Erkrankung hat man die größten Chancen sie zu beseitigen, wenn man im Anfangsstadium mit der Behandlung beginnt.

Mögliche Therapien gegen Fußnagelpilz sind:

  • Salben und Cremes
  • Nagellacke
  • Tinkturen
  • Lösungen
  • Sprays
  • Puder

Um den Fußnagelpilz effektiv zu bekämpfen, sollten in den Präparaten zum Beispiel „Bifozanol“ oder „Urea“ enthalten sein.

Mit Creme gegen Fußnagelpilz

Liegt eine intensivere Fußnagelpilz-Erkrankung vor, kann der behandelnde Arzt auch Salben oder Cremes verschreiben, die Harnstoff oder Kalium jodatum als Substanz beinhalten.

Den Nagel schützen mit Lack

Sind maximal zwei Fußnägel von Pilzen befallen, dann kann eine rein äußerliche Behandlung mit einem Anti-Fußnagelpilz-Lack ausreichend sein. Diese werden mit einem Pinsel aufgetragen, trocknen schnell und dringen in den Nagel ein, so dass der Wirkstoff gleichmäßig freisetzt werden kann.

Spray – Effektiv gegen Fußnagelpilz

Ein Anti-Fußnagelpilz-Spray hat den großen Vorteil, dass man mit der Hand oder den Fingern keinen direkten Kontakt mit den betroffenen Stellen hat. Der Wirkstoff kann hier durch genaues Aufsprühen überall wirken. Die meisten Sprays ziehen schnell ein und hinterlassen keinen Film auf dem Nagel.

Medikamente – Von innen den Pilz bekämpfen

Falls äußerliche Anwendungen gegen Fußnagelpilz nicht den gewünschten Effekt bringen und die Pilzinfektion zu weit fortgeschritten ist, dann kann der behandelnde Arzt auch Medikamente in Form von Tabletten oder Kapseln zum Einnehmen verschreiben.

Meist dauert diese Behandlungstherapie mindestens drei Monate. Die verschreibungspflichtigen Arzneimittel enthalten meist den Wirkstoff Antimykotika. Dieser dringt in die Blutbahn des befallenen Nagels ein. Dort werden dann die Pilz-Erreger bekämpft.

Mittel gegen Fußnagelpilz im Vergleichstest

Wie Sie sehen gibt es eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten gegen den lästigen und hartnäckigen Fußnagelpilz. Doch nicht alle halten was sie versprechen.

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden Ihnen an dieser Stelle einen objektiven Vergleichstest vorzustellen, um Ihnen eine wirkungsvolle Alternative aufzuzeigen. Dabei haben wir nicht die preisliche Ebene der Präparate verglichen, sondern auch Wirkungen und mögliche Nebenwirkungen einander gegenübergestellt.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Ergebnisse:

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AUFGEDECKT! – Diese 7 Tipps sollten Sie für eine erfolgreiche Therapie beachten!

Um Fußpilz im Anfangsstadium zu bekämpfen beziehungsweise gar nicht aufkommen zu lassen, kann man mit einfachen Maßnahmen vorbeugen:

1. Krankheitsanzeichen nicht beachtet

Häufig werden die typischen Fußnagelpilz-Symptome außer Acht gelassen. Denn meist geht einer Fußnagelpilz-Erkrankung eine Veränderung an den Zehenzwischenräumen wie beispielsweise Rötungen, Hautrisse oder Bläschen voraus.

2. Unsichtbare Hinweise übergangen

Nicht äußerlich erkennbare Anzeichen werden oftmals übergangen. Aber die Pilz-Erkrankung macht sich oftmals auch durch Spannungen in der Haut bemerkbar. Dies können Anzeichen wie Kribbeln, Juckreiz oder leichtes Brennen sein.

3. Verzögerte Behandlung

Ohne Behandlung verschwindet keine Fußnagelpilz-Erkrankung. Eine Therapie ist unumgänglich, um so früher, desto besser. Denn das Risiko einer Ausbreitung und Ansteckung auf andere Fußnägel oder andere Hautbereiche sowie andere Personen wird immer größer.

4. Therapie mit falschen Mitteln

Fußnagelpilz hat zwar meist Fußpilz als Vorläufer. Jedoch kann man nicht einfach eine Creme oder Spray benutzen, welche für die Behandlung von Fußpilz gedacht sind. Denn dabei handelt es sich schließlich um eine Bekämpfung von Erregern auf der Haut und bei Fußnagelpilz muss der Nagel, welcher eine Keratinplatte darstellt und Hornmaterial aufweist, extra behandelt werden. Hierfür müssen spezielle Anti-Fußnagelpilz-Produkte eingesetzt werden.

5. Fehlende Achtsamkeit vor Ansteckung

Obwohl immer wieder erwähnt wird, dass in Schwimmbädern, öffentlichen Saunen und Gemeinschaftsduschen die Übertragung von Fußpilz- und Fußnagelpilzerkrankungen möglich ist, gehen wir damit sehr leichtsinnig um. Interessant ist zudem, dass im Englischen Fußpilz mit „Athlete’s Foot“ (Sportlerfuß) übersetzt wird. Das kommt daher, dass sich insbesondere in Sportschuhen Pilz-Infektionen entwickeln können.

6. Falsche Fuß- und Nagelpflege

Oftmals werden Füße bei der Körperhygiene vernachlässigt. Gerade sie sollte man pflegen, denn schließlich tragen sie uns den ganzen Tag und durch das ganze Leben. Zu einer grundlegenden Fußhygiene gehören:

  • Waschen der Füße und Nägel
  • Pflegende Fußbäder
  • Abtrocknen der Füße und der Zehenzwischenräume nach dem Baden oder Duschen
  • Kürzen der Fußnägel mit einer sauberen Nagelfeile, Nagelschere oder einem Nagelknipser

Liegt bereits eine Pilz-Erkrankung vor, dann sollten Betroffene die infizierten Hautbereiche nur mit einem frischen und sauberen Handtuch trocknen. Um eine weitere Übertragung oder Ausbreitung zu vermeiden, kann man das Handtuch auch ganz meiden. Die entsprechenden Haut- und Nagelstellen können auch mit Toilettenpapier abgetupft werden.

7. Mangelnde Desinfektion der Schuhe

Pilz-Erreger lieben das Leben in unseren Schuhen, denn dort herrscht meist ein feucht-warmes Milieu. Deshalb sollte man sie unbedingt mit speziellen Desinfektionssprays und Fußpilz-Sprays abtöten.

In jedem Haushalt – Natürliche Mittel gegen Fußnagelpilz

Im Anfangsstadium einer Nagelpilz-Erkrankung kann man zunächst du einfachen Hausmitteln und natürliche Öle greifen, um den Pilz zu beseitigen:

  • Apfelessig
  • Teebaumöl
  • Lavendelöl
  • Olivenöl
  • Oreganoöl
  • Kokosöl
  • Backpulver
  • Eigenurin
  • Bittersalz
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Zahncreme mit Fluor

Fußnagelpilz vorbeugen – Welche Rolle spielt Hygiene?

Das A und O, um Fußpilz und auch Fußnagelpilz vorzubeugen, ist eine gute Pflege und Hygiene. Dazu gehört nicht nur das Reinigen und Waschen der Füße, sondern auch von anderen Gegenständen und Böden mit denen wir Kontakt haben, insbesondere wenn wir barfuß unterwegs.

Diese Hygiene-Maßnahmen helfen, Fußnagelpilz-Erkrankungen vorzubeugen:

  • Badezimmer sauber halten
  • Fußböden und Teppichböden reinigen
  • Handtücher und Socken bei mindestens 60°C in der Waschmaschine waschen
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Fazit

Wenn ein Verdacht auf Fußnagelpilz vorliegt, sollte man sofort mit der Behandlung beginnen und einen Arzt aufsuchen. Denn nur so kann das Risiko für eine schwerwiegende Infektion minimiert werden. Auch die Ansteckungsgefahr für Mitmenschen wird dadurch eingedämmt.

Um eine vorhandene Infektion zu bekämpfen oder um eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern, gibt es auf dem Markt eine große Anzahl an Anti-Fußnagelpilz-Präparaten. Dort kann man auch schnell den Überblick verlieren.



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