ACHTUNG! ▷ Gelenkentzündung wirklich schon bei Kindern möglich?

Sind die Gelenke entzündet, kann es zu unangenehmen Beschwerden führen. Schmerzen sorgen häufig dafür, dass der Alltag nicht mehr bewältigt werden kann. Bei Gelenkschmerzen kann es sich um Arthritis handeln. Aber wie gefährlich ist Arthritis wirklich? Und kann eine Gelenkentzündung auch Kinder betreffen? Wir haben uns ausführlich mit dem Thema beschäftigt und klären auf!


 Informationen zur Krankheit

  • Bezeichnung: Gelenkentzündung (Arthritis)
  • Typ: Entzündung des Gelenks (verschiedene Körperteile)
  • ICD-Codes: M00, M01, M02, M03, M05-M14

Was ist eine Gelenkentzündung (Arthritis)?

Bei einer Gelenkentzündung kann es sich um eine Arthritis handeln. Hierbei kann jedes Gelenk im Körper betroffen sein. Die Mediziner definieren die Gelenkentzündung in akute und chronische Arthritis. Eine akute Arthritis tritt plötzlich auf, während eine chronische Arthritis über einen längeren Zeitraum andauert und schubweise auftreten kann.

Die Form der Arthritis ist von der jeweiligen Ursache abhängig. Bei den verschiedenen Formen der Arthritis handelt es sich um:

  • Infektiöse Arthritis
  • Rheumatoide Arthritis
  • Psoriasis Arthritis
  • Gicht Arthritis

Darüber hinaus wird zwischen Monoarthritis, bei der nur ein Gelenk betroffen ist, und der Polyarthritis, wobei mehrere Gelenke gleichzeitig entzündet sind, unterschieden.

Was sind die Ursachen?

Die Ursachen für eine Gelenkentzündung können sehr vielseitig sein. Bei den häufigsten Ursachen für eine Arthritis handelt es sich um:

  • Infektionen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Gelenkverschleiß

Was tun bei einer Gelenkentzündung?

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Die Behandlung einer Arthritis ist abhängig von der Ursache. Prinzipiell können die nachfolgenden Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen:

  • Ist die Arthritis akut, kann das betroffene Gelenk gekühlt oder hochgelagert werden. Darüber hinaus sollte eine Ruhigstellung erfolgen.
  • Bei Schmerzen sollte eine Behandlung mit nicht-steroidalen Antirheumatika erfolgen.
  • Entzündungshemmende Medikamente können vom Arzt verschrieben werden.
  • Handelt es sich bei der Arthritis um eine akute Infektion, wird der behandelnde Arzt in der Regel Antibiotika verschreiben.
  • Rheumatische Arthritis kann mit speziellen Arzneien gegen Rheuma bekämpft werden.
  • Um die körpereigene Abwehr zu unterdrücken, können Immunsuppressiva eingesetzt werden.
  • Ist die Arthritis chronisch, können Maßnahmen wie Ergotherapie, physikalische Therapien oder Krankengymnastik unterstützen.

Wie Hilfreich ist Homöopathie?

Eine akute Arthritis kann mit Homöopathie behandelt werden, wobei zunächst Aconitum D12 und dann Belladonna D30 zum Einsatz kommen. Bei der homöopathischen Behandlung kommt es auf die Art sowie die Ursache der Gelenkentzündung an. Je nach Verlauf können verschiedene Mittel zum Einsatz gebracht werden.

Akute Problemlösung – Gelenkentzündung mit Salben behandeln

Salben und Cremes, wie Voltaren oder Mobilat können ebenfalls für eine Linderung der Schmerzen bei einer Gelenkentzündung unterstützen. Auf dem Markt steht eine Reihe von Salben zur Verfügung, die einer Arthritis entgegenwirken können. Welche Salbe zum Einsatz kommt, ist von der jeweiligen Form der Gelenkentzündung abhängig.

Tabletten – Langfristig gegen Gelenkentzündungen vorgehen

Wer hingegen langfristig gegen Gelenkentzündungen vorgehen will, kann dies auch mit Hilfe von Medikamenten in Form von Tabletten erreichen. In dieser Form haben sie die Möglichkeit nicht nur von außen sondern von innen gegen Gelenkentzündungen vorzugehen. Somit werden anders als bei den Cremes und Gels nicht nur die Symptome sondern auch die Ursachen behandelt.

Symptome und Diagnose von Gelenkentzündungen

Eine Gelenkentzündung kann sich durch folgende Symptome äußern:

  • Gelenkschmerzen
  • Geschwollene Gelenke
  • Überwärmte und gerötete Gelenke
  • Eingeschränkte Beweglichkeit

Zu den weiteren Symptomen gehören Gelenkergüsse oder Gelenkempyeme. Darüber hinaus kann es zu spezifischen Beschwerden kommen, welche mit den jeweiligen Ursachen zusammenhängen.

Die Diagnose einer Gelenkentzündung wird von einem Arzt vorgenommen. Hierbei wird zunächst eine Anamnese durchgeführt. In diesem Zusammenhang wird ebenfalls geklärt, wann die Beschwerden begonnen haben oder ob es eventuell zu einem Unfall gekommen ist. Danach folgt die körperliche Untersuchung. Hierbei wird kontrolliert, ob es an dem betroffenen Gelenk zu Schwellungen oder Rötungen gekommen ist. Außerdem wird kontrolliert, wie beweglich das Gelenk ist.

Auf die körperliche Untersuchung folgt in der Regel eine Blutuntersuchung, da bei einer Arthritis häufig die Entzündungswerte erhöht sind. Handelt es sich um Gicht, ist dies an erhöhten Harnsäurewerten zu erkennen. Eine Röntgenuntersuchung wird veranlasst, wenn eine Gelenkbeschädigung befürchtet wird. Es können zudem weitere Untersuchungen wie eine Gelenkpunktion oder eine Gelenkspiegelung nötig werden.

Gelenkentzündungen an den Extremitäten – Häufig betroffene Stellen

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Prinzipiell können bei einer Arthrose sämtliche Gelenke im Körper betroffen sein. Übermäßige Belastung oder Unfälle können zum Beispiel dafür sorgen, dass nur bestimmte Gelenke betroffen sind.

Gelenkschmerzen an Hand & Fuß

Hand und Fingergelenke sind häufig von einer chronischen Polyarthritis oder rheumatoide Arthritis befallen. Diese Gelenkentzündung kann ebenfalls die Daumen oder die Zehen der Füße betreffen.

Entzündungen am Schultergelenk

Bei einer Gelenkentzündung in der Schulter handelt es sich um eine sogenannte Omarthritis. Es gibt drei verschiedene Formen:

  • Rheumatoide Polyarthritis: Sie betrifft meist beide Schultern. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer Zerstörung der Gelenke mit fortschreitendem Funktionsverlust
  • Eitrige Infektion: Diese wird in der Regel durch intraartikuläre Injektionen ausgelöst
  • Tuberkulöse Arthritis: Verläuft häufig chronisch, wobei es zu keiner Eiterbildung kommt.

Schmerzen im Knie

Knieschmerzen können auf eine Arthritis hindeuten. Eine Gelenkentzündung im Knie kann äußerst schmerzhaft sein. Bei den Symptomen handelt es sich um Rötungen, Schwellungen oder Überwärmungen.

Gelenkentzündung im Ellenbogen

Gelenkentzündungen im Ellenbogen können äußerst schmerzhafte Ausmaße annehmen. Die Beweglichkeit des Arms ist stark eingeschränkt und alltägliche Arbeiten können kaum ausgeführt werden. Arthritis im Ellenbogen können sowohl rheumatoide sowie infektiöse Ursachen haben.

Gelenkentzündungen schon bei Kindern?

Eine Gelenkentzündung betrifft nicht nur ältere Menschen, selbst Kinder, Kleinkinder oder Säuglinge können von einer derartigen rheumatischen Gelenkentzündung betroffen sein. Jedes hundertste Kind erkrankt in der heutigen Zeit an einer akuten Arthritis. Die Ursachen hierfür sind häufig bakteriell oder infektiös bedingt. In der Regel klingt diese Gelenkentzündung im Verlauf von wenigen Tagen wieder ab.

Gelenkentzündung vorbeugen

In diesem Zusammenhang sollte auf eine abwechslungsreiche Nahrungsaufnahme geachtet werden, wobei der Fokus auf eine ausreichende Versorgung von Vitamin B und E liegen sollte. Stress sollte vermieden werden. Dabei können bestimmte Entspannungstechniken wie autogenes Training oder Yoga unterstützen.

Gibt es Hausmittel gegen Gelenkentzündungen?

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Um einer Gelenkentzündung vorzubeugen oder die Symptome einer Arthritis zu lindern, können auch Hausmittel zum Einsatz kommen. Hierfür eignen sich insbesondere:

  • Bewegung: Sanfte Dehnübungen fördern die Durchblutung der gelenkumgebenden Strukturen. Hierdurch wird der Stoffwechsel erhöht und entzündliche Stoffe schneller abtransportiert.
  • Kurkuma: Kurkuma ist reich an Curcumin. Diese Substanz wirkt sich positiv bei Gelenkschmerzen aus. Die antioxidative und entzündungshemmende Wirkung von Curcumin lindert die Schmerzen einer akuten Arthritis.
  • Bittersalz: In der Regel sind Gelenkschmerzen mit einem Magnesiummangel verbunden. Bittersalz fördert die Absorption von Magnesium, so dass die Zellen entgiften und die Entzündung reduziert wird.
  • Brennnessel: Die harntreibende Brennnessel sorgt dafür, dass Giftstoffe schneller aus dem Körper gespült werden. Auf diese Weise werden entzündliche Prozesse reduziert und die Schmerzen gelindert
  • Apfelessig: Apfelessig unterstütz dabei, die Giftstoffe und Stoffwechselabfallprodukte aus den Gelenken sowie dem Bindegewebe zu transportieren.
  • Ingwer: Ingwer wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Darüber hinaus wird die Durchblutung gefördert und der Stoffwechsel angeregt.
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Wenn Sie bereits Erfahrungen gemacht haben mit Gelenkentzündungen und vielleicht auch Tipps haben um damit umzugehen, so lassen Sie es uns & die Leser wissen. Nutzen Sie die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag und tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen aus.
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Katze, Hund, Pferd & Co – Gelenkentzündungen bei Tieren

Tiere können ebenfalls an einer Gelenkentzündung leiden. Die Gelenke von Katze, Hund, Pferd & Co können ebenso von Arthritis betroffen sein, wie die Gelenkte des Menschen.

Fazit

Nicht jede Gelenkentzündung führt automatisch zu einer Arthritis. Sollten die Beschwerden im Gelenk nach einigen Tagen immer noch bestehen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um eine Arthritis auszuschließen.


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