Manuka Honig wird auch gern als Medizin der Südsee bezeichne. Er wird bereits seit Tausenden von Jahren als Heilmittel gegen zahlreiche Krankheiten eingesetzt. Aber bei welchen Beschwerden kann Manuka Honig eigentlich zum Einsatz kommen? Und hilft der Honig wirklich? Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben nun die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Manuka Honig belegt.

Was ist Manuka Honig?

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Manuka Honig wird aus dem neuseeländischen Manuka Strauch Leptosperum scoparium (oder auch Südseemyrte) gewonnen. Bei dieser Pflanze handelt es sich um einen Verwandten des australischen Teebaums.

Honig wurde im Allgemeinen bereits in vielen hoch entwickelten Kulturen als Heilmittel eingesetzt. Hippokrates wusste, dass Honig offene Wunden und Geschwüre lindern und sogar heilen konnte. Manuka Honig ist jedoch ein ganz besonderer Honig. Er wird bereits seit vielen Jahrhunderten bei den Maori, den Ureinwohnern von Neuseeland für innerliche und äußerliche medizinische Zwecke genutzt. Die Heilkraft von Manuka Honig ist bis heute unübertroffen. Die Maori nutzten und nutzen noch heute den Honig bei Erkältungskrankheiten, Magen-Darmbeschwerden und Wundverletzungen.

Inhaltsstoffe

Die Hauptbestandteile von Honig sind Wasser, Pollen und Zucker. Der Zucker besteht aus einem Gemisch aus Traubenzucker, Fruchtzucker und verschiedenen anderen Zuckern unterschiedlicher Pflanzengattungen.
Darüber hinaus sind einige Säuren im Honig enthalten: Bernsteinsäure, Milchsäure, Gluconsäure, Buttersäure, Apfelsäure und Zitronensäure. Außerdem Phosphorsäure, Phenolcarbonsäuren und Salzsäuren.

Vitamine
Honig enthält eine große Anzahl an B Vitaminen, wie zum Beispiel B1, B2 oder B6. Aber auch Pantothensäure, Nikotinsäureamid, Folsäure und Biotin können in Honig gefunden werden. Im Detail handelt es sich um

  • Vitamin B1: Dieses Vitamin regt den Stoffwechsel an und unterstützt die Energiegewinnung. Vitamin B1 ist für die Übertragung von Befehlen an die Muskeln mitverantwortlich.
  • Nikotinsäureamid: Überwacht den Stoffwechsel von Aminosäuren
  • Vitamin B2: Vitamin B2 oder auch Riboflavin spielt eine große Rolle bei der Antikörperbildung. Darüber hinaus begünstigt es die Zellatmung und ist mitverantwortlich für das Wachstum der weißen Blutkörperchen
  • Biotin: Sorgt für gesunde Haut, Haare und Nägel und unterstützt die B-Vitamine bei deren Funktionen.
  • Vitamin B6: Hierbei handelt es sich um Pyridoxin, welches für die Steuerung des Leberstoffwechsels und damit für die Verwertung von Proteinen verantwortlich ist. Dadurch werden giftige Substanzen vom Körper ausgeschieden.

Mythylglyoxal (als wichtigster Bestandteil im Honig)

Im Jahr 2006 hat Professor Thomas Henle von der technischen Universität in Dresden, ein Lebensmittelchemiker, den Hauptwirkstoff von Honig entdeckt: Methylglyoxal (MGO). Bis zu diesem Zeitpunkt war die antibakterielle, antivirale und antiseptische Wirkung von Honig noch unklar. Durch diese Entdeckung konnte die Wirkung auf die Erreger Escheria coli und Staphylococcus aureus nachgewiesen werden. Diese Erreger können bei ungünstigen Bedingungen lebensbedrohliche Erkrankungen auslösen.

Im Manuka Honig sorgen Phenolcarbonsäuren unter anderem für den Geschmack. Die Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Kalzium sowie Vitamine, die bereits erwähnten Enzyme und Fruchtsäuren sind ebenfalls im Honig enthalten. Dem Methylglyoxal allerdings verdankt der Honig seine antibakterielle Wirkung.

Bei den weiteren Inhaltsstoffen handelt es sich um Inhibine, die das Wachstum von Keimen hemmen. Zusätzlich enthält Manuka Honig verschiedene Eiweiße, pflanzliche Farbstoffe ätherische Öle und Aromastoffe.

Manuka Honig Wirkung

Manuka Honig wird eine große Heilwirkung bei verschiedenen Krankheiten nachgesagt. Hierbei handelt es sich um:

  • Magen-Darm-Erkrankungen
    Bei einer inneren Anwendung kann die tägliche Einnahme Magenleiden mildern, wenn sie auf bakterielle Ursachen zurückzuführen sind. Gleiches gilt für Darmerkrankungen.
  • Atemwegsinfekte und Erkältungen
    Bei diesen Erkrankungen hilft die Gabe von Manuka Honig dabei, den Heilungsprozess bei Atemwegsinfekten und Halsentzündungen zu beschleunigen. Äußerlich kann der Honig zum Beispiel bei Hitzebläschen zur Anwendung kommen.
  • Verbrennungen und offene Wunden
    Die Anwendung von Manuka Honig bei äußerlichen Verletzungen ist aufgrund der antibakteriellen Wirkung besonders effektiv. Hierzu gehören Schnitt- und Schürfwunden sowie Verbrennungen oder andere Blessuren.
  • Krankheiten im Mundraum
    Bei Zahnfleischentzündungen, welche nicht auf autoimmune Ursachen zurückzuführen sind, kann Manuka Honig zur Heilung beitragen. Trotz des natürlichen Zuckergehalts greift der Honig nicht die Zähne an.
  • Vorbeugen mit Manuka Honig
    Manuka Honig kann ebenfalls für die Prävention von diversen Krankheiten eingesetzt werden. Insbesondere bei der Krebsvorsorge wird diese Honigart immer wieder erwähnt.

Gibt es wissenschaftliche Studien?

In der modernen Medizin gewinnt Manuka Honig an immer größerer Bedeutung. In regelmäßigen Abständen werden neue Forschungsprojekte zu dem neuseeländischen Honig veröffentlich.

  • Verbesserte Mundflora
    Eine Studie der Universität Victor Segalen in Frankreich testete zum Beispiel die Auswirkung von Manuka Honig auf Bakterien der Mundflora. Hierbei wurde herausgefunden, dass bereits eine Konzentration von 200 ml eine Verminderung von pathogenen Plaque-Bakterien erwirkt. Gleichzeitig vermehren sich gesundmachende Bakterien, wodurch es zu einer verbesserten Mundflora kommt.
  • Antibiotikaresistente Keime
    Eine Studie an der Universität von Malaysia untersuchte die Wirkung von Manuka Honig gegen antibiotikaresistente Wundkeime. Hierbei wurden 15 verschiedene Antibiotika gegen MRSA und Pseudomonas aeruginosa getestet, mit und ohne den Honig. 5 Kombinationen von Antibiotika/Manuka zeigten eine antibakterielle Wirksamkeit gegen die Keime.

Insgesamt konnten wir während unserer Recherchen eine Vielzahl von weltweiten Studien entdecken und es kommen regelmäßig neue Studien hinzu. Es scheint also ein erfolgsversprechendes Präparat gegen antibiotikaresistente Keime zu sein.

Hilft Manuka Honig bei Rückenschmerzen?

Als Allheilmittel kann Manuka Honig bei bakteriellen und viralen Erkrankungen eingesetzt werden. Ob der Honig bei Rückenschmerzen hilft, ist abhängig von der Art der Krankheit.

Sind Risiken und Nebenwirkungen bekannt?

Honig ist im Allgemeinen gut verträglich. In Ausnahmefällen kann es bei Manuka-Honig zu allergischen Reaktionen kommen. Kleinkinder bis zum 12. Lebensmonat sollten generell keinen Honig zu sich nehmen. Dies liegt an den geringen Mengen von Botulin Bakterien, welche im Honig immer vorhanden sind. Diese können bei einem noch nicht ausgereiften Verdauungs- und Immunsystem zu schweren und nur schlecht heilbaren Krankheiten führen. Diabetiker sollte vor der Einnahme aufgrund des hohen Zuckergehaltes zunächst einen Arzt konsultieren.

  • Botulin
    Bei Botulin handelt es sich um einen Giftstoff, welcher vom Bakterium Clostridium Botulinum gebildet werden. Dieser Giftstoff kommt insbesondere in verderbenden Lebensmitteln wie Fleisch vor. Botulismus ist auch als Fleischvergiftung bekannt. Bei Babys endet eine Botulin-Vergiftung in der Regel mit dem Tod.

Manuka Honig Erfahrungen

Wir konnten während unserer Recherchen im Internet eine Vielzahl von positiven Erfahrungsberichten finden. Hier ist die Rede von Linderung und Abheilung bei äußeren Wunden oder Wiederherstellung der Mundflora sowie Heilung und Linderung bei anderen Erkrankungen.

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Geschmack – Wie schmeckt der Honig mit Manuka?

Geschmacklich kann der Manuka Honig mit dem regulären Honig verglichen werden. Ein Bienenvolk muss rechtlich gesehen lediglich in eine grob definierte Nähe von Manuka-Pflanzen angesiedelt werden, um den erwirtschafteten Honig als Manuka verkaufen zu können.

Baumhonige sind generell würziger im Geschmack als Blütenhonige. Darüber hinaus sind sie dunkler und schmecken herber. Ein Honig, der über einen hohen Manuka Anteil verfügt, wird demzufolge sehr würzig schmecken und kann mit einer leichten Schärfe daherkommen.

Dosierung und Anwendung

manuka honig erfahrungen dosierung kaufenBei einer Anwendung von Manuka Honig gegen Erkältungen und Infektionen mit Husten und Halsschmerzen sollte mindestens dreimal täglich ein Teelöffel Manuka Honig auf der Zunge zergehen. Dabei sollte der Honig so lange wie möglich im Mund behalten werden und dann sehr langsam geschluckt werden. Der letzte Teelöffel Honig sollte direkt vor dem Schlafengehen eingenommen werden, damit die entzündungshemmende und antikariogene Wirkung ebenfalls im Mund wirken kann.

Generell ist die Anwendung von Manuka Honig von der jeweiligen Erkrankung abhängig, da der Honig innerlich und äußerlich angewendet werden kann. Es besteht zum Beispiel die Möglichkeit, Manuka Honig bei Nasennebenhöhlenentzündungen an die inneren Nasenwände zu streichen. Damit der Honig seine Wirkung auf die Schleimhäute über Nacht entfalten kann, sollte die Behandlung vor dem Schlafengehen erfolgen.

Ist Manuka Honig auch für Kinder geeignet?

Hat das Kind mindestens den 12. Lebensmonat vollendet, kann Manuka Honig sorgenfrei verabreicht werden. Da es sich bei diesem Produkt nicht um chemische Naturheilmittel handelt, muss nicht mit Nebenwirkungen gerechnet werden.

Wo kann man Manuka Honig kaufen? Bei DM, Rossmann oder in Apotheken?

Manuka Honig kann bequem im Internet zum Beispiel bei Amazon bestellt werden und wird direkt nach Hause geliefert. Ebenfalls erhältlich ist er teilweise in örtlichen Drogerien wie DM oder Rossmann sowie in den Apotheken.

Preise – Wie teuer ist Manuka Honig?

Unsere Recherchen haben ergeben, dass der Honig im Internet ab einem Preis von rund 27 Euro für 100 ml erhältlich sind.

Fazit

Diverse Studien belegen die Wirksamkeit von Manuka Honig bei verschiedenen Erkrankungen, die viral oder bakteriell verursacht wurden. Wir weisen aber darauf hin, dass die Anwendung von Manuka Honig natürlich nicht den Arztbesuch ersetzen kann. Grade Menschen, die unter einem geschwächten Immunsystem oder Diabetes leiden, sollten aufgrund des Giftstoffes Botulin von einer Anwendung absehen. Gleiches gilt für Kinder unter einem Jahr.


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