Mückenschutz » Möglichkeiten sich zu schützen im In- und Ausland

Sommer- und Urlaubszeit wird häufig mit Mückenstichen verbunden. Mückenschutz ist in der warmen Jahreszeit unerlässlich, um sich vor den lästigen Insektenstichen zu schützen. Aber wie kann man sich effektiv vor Mücken schützen? Wir haben uns auf dem Markt umgesehen und informieren nachfolgend über die Möglichkeiten, sich im In- und Ausland vor einem Mückenstich zu schützen.

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Der Mückenstich

Die weibliche Stechmücke bringt bei einem Stich in die Haut ein Speicheldrüsensekret auf, welches eine gerinnungshemmende Wirkung hat. Viele Menschen reagieren allergisch auf einen Mückenstich, wodurch es zu einem Juckreiz sowie einer Schwellung an der Einstichstelle der Haut kommen kann. In der Regel verschwinden diese Beschwerden nach 2 bis 3 Tagen auch ohne eine Behandlung wieder.

Bei allergischen Reaktionen wird in der Regel auf lokal wirkende Antihistaminika wie zum Beispiel Dimentinden zurückgegriffen, welche in Form von Salben oder Gels auf dem Markt verfügbar sind. Mückenstiche können allerdings ebenfalls gravierende Probleme durch das Übertragen von Viren oder Plasmodien sorgen. In diesem Fällen kann es zu den folgenden Krankheiten kommen:

  • Malaria
  • Denguefieber
  • Gelbfieber
  • West-Nil-Fieber
  • Chikungunya-Fieber
  • Mückenstiche behandeln

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    Neben Salben und Gels, die es in der Regel in den Apotheken gibt, findet man immer wieder Tipps für Hausmittel gegen den Juckreiz und Schwellungen bei Mückenstichen. Zu den wichtigsten Tipps nach einem Mückenstich gehört das Kühlen. Um den Juckreiz zu lindern, sollte der Mückenstich zum Beispiel mit einem Umschlag gekühlt werden. Durch das Kratzen verteilt sich der Speichel der Mücke, so dass der Einstich größer werden und stärker jucken kann.

    Darüber hinaus können Bakterien leichter eindringen und es entstehen Infektionen. Erste-Hilfe-Maßnahmen gegen Mückenstiche können kaltes Wasser oder eigener Speichel sein. Eiswürfel oder kalte Kompressen können bei sehr starkem Juckreiz zur Anwendung kommen. Aber auch Essigwasser kann den Juckreiz lindern. Bei weiteren Hausmitteln, welche gegen den Juckreiz bei einem Mückenstich helfen sollen, handelt es sich um

  • eine halbierte Zwiebel, Zitrone oder Kartoffel
  • Saft einer Aloe Vera Pflanze
  • frische Blätter vom Spitzwegerich
  • Repellentien – Der Mückenschutz als Spray

    Am beliebtesten beim Schutz gegen Mückenstiche sind insbesondere Repellentien. Diese werden auf die Haut aufgetragen, bevor eine Mücke gestochen hat. Sie schützen einige Stunden gegen Mückenstiche, wobei Repellentien dafür sorgen, dass die Mücken den Körpergeruch nicht mehr wahrnehmen können. Repellentien wirken mit verschiedenen Inhaltsstoffen.

    Am häufigsten werden die Wirkstoffe Icaridin und Deet verwendet. Bei den natürlichen Wirkstoffen wird Citronelle am häufigsten verwendet. Allerdings wirken die natürlichen Stoffe nicht so effektiv wie die synthetischen Wirkstoffe. Zu beachten ist, dass Repellentien je nach Mittel alle 4 bis 8 Stunden erneut aufgetragen werden müssen.

    Mückensprays mit Deet

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    Bei Deet (Diethyltoluamid) handelt es sich um ein chemisches Insektenabwehrmittel, welches nachweislich gegen Stechmücken schützt. Solange sämtliche sichtbaren Körperstellen mit diesem Wirkstoff eingerieben sind, werden die Betroffenen über einen Zeitraum von etwa 4 Stunden gegen Mücken, Zecken und Flöhe geschützt. Schwangere Frauen und Kinder unter drei Jahren sollten diesen Wirkstoff allerdings nicht verwenden.

    Je höher der prozentuale Anteil des Wirkstoffs DEET ist, desto länger besteht der Schutz gegen die lästigen Insekten. Ein Anteil von 50 Prozent Deet kann für einen Schutz von bis zu 10 Stunden sorgen. Zu beachten ist, dass dieses Insektenschutzmittel nicht wasserfest ist. Schweiß kann die Wirkung des Mittels ebenfalls reduzieren. Bei Temperaturen über 30 Grad Celsisus sollten die sichtbaren Hautstellen daher alle 3 Stunden eingesprüht werden.

    Mückensprays mit Icaridin

    Icaridin ist ein weiterer synthetischer Wirkstoff, der häufig bei der Herstellung von Insektenschutzmitteln verwendet wird. Da der Wirkstoff DEET allerdings wirkungsvoller ist, sollte dieser in Aufenthaltsgebieten von Malaria-Gebieten genutzt werden. Mückensprays mit Icaridin stellen für den europäischen Raum eine gute Alternative dar. Bisher gibt es in Bezug auf diesen Wirkstoff noch keine ausreichenden Studien für eine Anwendung in der Schwangerschaft. Es wird empfohlen, Icaridin bei Kindern unter 3 Jahren nicht zu verwenden.

    Welcher Mückenschutz ist wirksam?

    Insbesondere in den Gebieten, in welchen es durch einen Mückenstich zu Übertragungen von gefährlichen Krankheiten kommen kann, sollte ein Mückenspray mit dem Wirkstoff DEET verwendet werden. Zwar soll Icaridin für weniger allergische Reaktionen sorgen, allerdings ist der Wirkstoff DEET wirksamer.

    Die passende Kleidung

    Bei einem weiteren präventiven Schutz gegen Mücken handelt es sich um die richtige Kleidung. Mücken werden von schwarzer Kleidung angezogen. Aus diesem Grund wird lange, weite und helle Kleidung empfohlen. Von großer Wichtigkeit ist, dass die Kleidung nicht eng auf der Haut anliegt, da die Insekten in diesem Fall einfach hindurchstechen können. Zusätzlich kann die Kleidung mit speziellen Sprays imprägniert werden. Eine derartige Imprägnierung hält bis zu 4 Wochen.

    Anti-Mücken Armband

    Anti-Mücken Armbänder eignen sich ebenfalls für eine präventiven Schutz gegen Mückenstiche. Diese Armbänder bestehen aus Kunststoff oder Stoff, die es in verschiedenen Farben und Formen zu kaufen gibt. An dem Anti-Mücken Armband ist in der Regel ein kleines Täschchen angebracht, in welches ein Pad gesteckt wird.

    Diese Mini-Kunstoffpads sind mit einer Mischung aus unterschiedlichen ätherischen Ölen imprägniert, welche die Duftstoffe langsam und kontinuierlich abgeben, wodurch die Anwender über einen Zeitraum von etwa 24 Stunden vor Mückenstichen geschützt werden.

    Es gibt auch Varianten, bei welchen das Anti-Mücken Armband aus mit Duftstoffen imprägniertem Kunststoff bestehen. Die Haltbarkeit dieser Armbänder ist unterschiedlich und kann zwischen 14 Stunden und einem Monat variieren.

    Fliegengitter

    Fliegengitter eignen sich hervorragend als Schutz gegen Mücken im Haus. Um die Mücken aus Haus und Wohnung auszusperren, sollten Fliegengitter an Fenster und Türen angebracht werden. Es gibt unterschiedliche Modelle. Für fast jede Tür- und Fensteröffnung gibt es die passende Lösung. Hauseigentümern wird in der Regel fest installierte Fliegentüren und Fliegenfenster empfohlen.

    Es gibt allerdings Modelle, welche ohne Bohren auskommen und rückstandsfrei wieder entfernt werden können. Ebenfalls erhältlich sind Fliegengitter für Dachfenster. Temporäre Fliegengitter für Fenster und Türen eigenen sich zum Beispiel für einen effektiven Mückenschutz auf Reisen.

    Moskitonetz

    Ein Moskitonetz ist der beste Schutz, um nachts ruhig und vor Mückenstichen geschützt schlafen zu können. Dieser schützt nicht nur vor Mücken, sondern ebenfalls vor anderen Insekten. Das Moskitonetz wird direkt über dem Bett angebracht und ist in verschiedenen Größen erhältlich.

    Elektrischer Mückenvernichter

    Sollten sich die Mücken bereits einen Weg in das Haus oder die Wohnung gebahnt haben, kann ein elektrischer Mückenvernichter zum Einsatz kommen. Dieser lockt die Insekten mit UV Licht an und tötet sie mit einem Elektroschock. Für den Menschen ist dieser Mückenschutz unbedenklich, da Insektenvernichter ohne Chemikalien oder giftige Dämpfe arbeiten.

    Mückenschutz aus der Steckdose

    Mit sogenannten Mückensteckern können die lästigen Stechmücken ebenfalls aus den Wohnräumen entfernt werden. Hierbei handelt es sich um kleine Insektenvernichter, sind allerdings kleiner und kostengünstiger als elektrische Insektenvernichter.

    Insbesondere in Schlafräumen oder auf Reisen eignen sich Mückenstecker hervorragend zum Schutz. Generell kann zwischen zwei verschiedenen Arten von Mückensteckern unterschieden werden. Zum einen handelt es sich hierbei um Mückenschutz aus der Steckdose mit Biozidverdampfern, welche Insektizide im Raum verteilen.

    Diese sind allerdings gesundheitlich nicht unbedenklich und sollten nicht unbegrenzt in einem Raum zum Einsatz kommen. Zum anderen handelt es sich um Ultraschallstecker. Diese töten die Mücken nicht ab, sondern vertreiben sie lediglich mit akustischen Signalen. Gesundheitlich bestehen für den Menschen keine Bedenken beim Einsatz von Ultraschallsteckern.

    Ätherische Öle

    Ätherische Öle gehören zu den natürlichen Mitteln gegen Mücken. Die Auswahl ist diesbezüglich recht groß und reichen von Armbändern über Kerzen bis hin zu Gartenfackeln. Die Wirksamkeit von ätherischen Ölen ist allerdings umstritten und im Test können diese ätherischen Öle oft nicht standhalten.

    Darüber hinaus gilt zu beachten, dass ätherische Öle nicht immer gesundheitlich unbedenklich eingestuft werden können. Häufig können diese Öle sogar Allergien auslösen. Aus diesem Grund sollte dieses Hausmittel insbesondere im Umgang mit Kindern vorsichtig eingesetzt werden.

    Mückenschutz im Ausland

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    Insbesondere in tropischen Gebieten sollte man nicht ohne Mückenschutz reisen. Hier verursachen die Mücken nicht nur unangenehm juckende Stiche, sondern können zudem gefährliche Krankheiten wie zum Beispiel Malaria übertragen. Am wirksamsten sind in diesen Gebieten Moskitonetze, welche direkt über dem Bett angebracht werden. Diese schützen in der Nacht und sorgen für einen ruhigen Schlaf. Tagsüber sollte auf die richtige Kleidung geachtet werden.

    Sichtbare Hautstellen sollten mit Mückensprays eingesprüht werden, welche den Wirkstoff DEET enthalten. Hierbei gibt es allerdings einiges zu beachten. Es ist umweltschädlich und darf nicht ins Grundwasser gelangen. Zudem kann es Kunststoff angreifen. DEET ist wasserlöslich und kann durch Schwitzen entfernt werden. Mückenstecker können in den Räumen genutzt werden, um die dort befindlichen Stechmücken zu entfernen.

     

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