WARNUNG! ᐅ Mykose wird viel ZU SPÄT ERKANNT und…

Mykosen sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern können unbehandelt auch zu weitreichenden gesundheitlichen Problemen führen. Weltweit sterben 1,5 Millionen Menschen jährlich an Pilzerkrankungen. Deshalb sollte man Pilzinfektionen nicht unterschätzen und sofort im Anfangsstadium bekämpfen. Wir klären auf, welche Behandlungsmethoden es gibt und auch wie man Mykosen bereits vorbeugen kann.


Informationen zur Krankheit

  • Bezeichnung: Mykose / Pilzerkrankung
  • Typ: Erkrankung verschiedener Körperteile durch Pilzbefall

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Eine Definition – Was ist eine Mykose?

Der Begriff Mykose stammt aus dem Griechischen und heißt übersetzt „Pilz“. Laut Wikipedia ist eine Pilzerkrankung eine durch Pilze verursachte Infektionskrankheit, welche bei Menschen und Tieren an verschiedenen Körperteilen auftreten können. Umgangssprachlich verwendet man auch oft den Begriff Pilzinfektion und meint damit eine Pilzerkrankung. Jedoch ist diese Bezeichnung nicht ganz korrekt, da der Ablauf der Infektion beziehungsweise der Ansteckung nicht unbedingt zu einer Erkrankung führen muss. Deshalb wird in der Medizin eher von einer Mykose gesprochen. Die Erreger können Myzelpilze und Hefepilze sein, welche sich bei einer Mykose schmarotzerhaft (parasitär) auf dem oder im sogenannten Wirt ausbreiten. Diese können Pflanzen, Tiere und auch Menschen sein.

Die verschiedenen Mykose-Arten

Es gibt sehr unterschiedliche Mykose-Arten. Um eine Mykose richtig zu behandeln, muss der Arzt die Pilzgattung bestimmen:

Dermatophyten:
Dies sind Fadenpilze, welche oberflächliche Infektionen verursachen.

Hefepilze:
Diese können unterschiedliche Mykosen auslösen. Sowohl eine Ausbreitung einer oberflächlichen als auch einer systemischen Mykose ist möglich. Äußerlich tritt eine Infektion mit Hefepilzen meist an den Schleimhäuten und auf der Haut auf. Eine systemische Mykose mit Hefepilzen kommt häufig als Candidose, Scheidenpilz oder Soor vor und befällt somit innere Organe.

Schimmelpilze:
Sie zählen auch zu den Fadenpilzen, welche meist systemische Mykosen hervorrufen.

Wie unterteilt man Mykosen?

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Mykosen treten in unterschiedlichen Formen auf – innerlich und äußerlich. Sie werden zudem in oberflächliche und systemische Mykosen untergliedert.

Endogene & Exogene Mykose

Endogene Mykosen werden auch opportunistische Mykosen genannt und entstehen, wenn die Balance der natürlichen auf und im Menschen vorkommenden Pilze nicht stimmt. Dies kann beispielsweise durch ein geschwächtes Immunsystem oder durch die Einnahme von Medikamenten wie Antibiotika passieren.

Exogene Mykosen werden auch als primäre Mykosen bezeichnet und werden durch die Übertragung von Sporen pathogener Pilze ausgelöst.

Oberflächliche & Systemische Mykosen

Oberflächliche Mykosen sind Mykosen der Haut und Hautanhangsgebilde. Medizinisch heißen sie Dermatophytose oder auch Tinea. Diese Pilze werden indirekt über Hautschuppen von Mensch zu Mensch übertragen. Meist sind nur Menschen mit einem geschwächten Immunsystem dafür empfänglich. Oberflächliche Mykosen können chronische Hautmykosen an allen Körperteilen verursachen. In den meisten Fällen kommen diese lokalen Mykosen als Nagelpilz, Fußpilz oder Scheidenpilz vor.

Ebenso sind Mykosen der Schleimhäute und der Geschlechtsorgane (beispielsweise vaginale Pilzinfektion) möglich. Meist werden diese Erkrankungen durch Pilze der Gattung Candida ausgelöst.

Systemische Mykosen werden auch als Systemmykosen oder invasive Mykosen bezeichnet. Der Erreger gelangt bei Menschen meist über die Lunge in den Blutkreislauf. Dadurch werden innere Organe befallen. Systemische Mykosen sind ernsthafte Erkrankungen, die auch Mediziner nur sehr schwer in den Griff bekommen. Sie können einen tödlichen Verlauf haben. Meist sind Menschen mit einem sehr geschwächten Immunsystem von systemischen Mykosen betroffen.

Diese Personen zählen zur Risikogruppe:

Patienten nach..

  • … einer Operation
  • … einer Transplantation
  • … einer Chemotherapie
  • Patienten mit Immunschwächekrankheiten wie AIDS, Agammaglobulianämie

Wie entsteht Mykose? – Die Ursachen

Die Ursachen sind aufgrund der verschiedenen Mykose-Arten unterschiedlicher Herkunft:

Oberflächliche Mykosen:
Dermatophyten werden durch eine sogenannte Schmierinfektion übertragen. Dies kann im direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder Menschen geschehen oder durch den Kontakt mit Gegenständen, die verunreinigt sind.

Systemische Mykosen:
Schimmelpilze und Hefepilzen werden durch die Sporen meistens über die Atemwege übertragen. Zunächst ist die Lunge betroffen, dann werden die Erreger über das Blut oder die Lymphe im Körper verteilt und dehnen sich auf andere Organe aus.

WARNUNG: Verbreitung invasiver Pilzinfektionen

In Deutschland gibt es etwa 13.000 invasive Pilzinfektionen von Lunge, Gehirn und Blutkreislauf. Das Hauptproblem ist ein geschwächtes Immunsystem, welches es nicht mehr schafft erfolgreich einen Pilzbefall abzuwehren. Die Zahlen zeigen, dass Mykose-Erkrankungen nicht unterschätzt werden dürfen. An der Uniklinik Köln wurden beispielsweise 60.000 Patienten stationär behandelt. Davon hatten 250 Personen einen invasiven Pilzbefall.

Die Symptome – Mykose erkennen

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Die Symptome können aufgrund der verschiedenen Mykose-Arten ganz unterschiedlich sein. Am häufigsten treten oberflächliche Mykosen auf, welche folgende Anzeichen haben:

Symptome bei Fußpilz:
Eine Fußpilzerkrankung ist eine sehr häufige Mykose. Der Befall zeigt sich meist zuerst in den Zehenzwischenräumen. Pilze lieben das feucht-warme Klima dort.

  • Aufweichung der Haut an diesen Stellen
  • Rötung der Haut
  • Brennen und Jucken der Haut
  • Risse an den betroffenen Hautstellen
  • Schuppenbildung der Haut
  • Bildung von Blasen oder Pusteln
  • Entzündung der Blasen oder Pusteln
  • Entstehung eines unangenehmen Geruchs

Durch die Hautveränderungen ist das Eindringen von Bakterien möglich, welche wiederum eine sogenannte Wundrose verursachen können.

Die Pilzinfektion kann sich auf die Fußsohle ausbreiten. Ebenso kann der Fußrücken befallen werden. Auch Nägel können von Mykosen betroffen sein und eine Nagelpilzinfektion kann entstehen.

Symptome beim Scheidenpilz:
Scheidenpilz wird auch als Vaginalmykose bezeichnet, bei der eine Infektion mit der Pilz-Gattung Candida albicans vorliegt. Wenn die Scheidenflora nicht in ihrem Gleichgewicht ist, dann hat dieser Hefepilz die besten Chancen sich zu vermehren.

Scheidenpilz macht sich durch folgende Symptome bemerkbar:

  • gelblich oder weißer Ausfluss (Dieser hat anfangs schmierige Konsistenz und im späteren Infektionsstadium eine bröckelige Struktur.)
  • starker Juckreiz im Genitalbereich
  • Brennen in der Scheide oder im äußeren Genitalbereich
  • Rötungen und Schwellungen im Intimbereich
  • Schmerzen beim Urinieren
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Jedoch können auch noch andere Körperpartien wie beispielsweise Gesicht und Auge betroffen sein.

Der Gang zum Arzt – Diagnose einer Mykose

Um die Pilzinfektion genau zu diagnostizieren, findet in der Arztpraxis eine Anamnese und eine körperliche Untersuchung statt. Der behandelnde Arzt nimmt mittels Nativpräparat eine kleine Probe von der betroffenen Körperstelle und untersucht diese unter dem Mikroskop. Dadurch kann der Arzt die Existenz eines Pilzes erkennen. Um aber den exakten Erreger festzustellen, muss zusätzlich eine Pilzkultur angelegt werden. Wenn die Pilzkultur genügend gewachsen ist, dann kann man die Pilzgattung eindeutig bestimmen und somit eine entsprechende Behandlung durchführen.

Was tun gegen eine Pilzinfektion – Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten

Für die Behandlung von Pilzinfektionen stehen Antimykotika zur Verfügung, welche eine wachstumshemmende oder abtötende Wirkung haben. Der Arzt verschreibt je nach Erreger wird ein topisches Antipilzmittel, welches für die äußerliche Anwendung, beispielsweise bei Fuß-, Nagel- und Scheidenpilz, gedacht ist. Die Antipilzmittel können Cremes, Salben oder Sprays sein.

Liegt jedoch eine systemische Mykose oder eine schwierige, fortgeschrittene äußerliche Pilzerkrankung vor, dann werden Medikamente in Form von Tabletten für die innere Anwendung verordnet.

Kann man einer Mykose auch selbst vorbeugen?

Mit folgenden Maßnahmen kann man das Risiko an einer Mykose zu erkranken, verringern:

1. Tipp: Das Tragen von luftdurchlässiger und atmungsaktiver Bekleidung

Pilze lieben feucht-warmes Klima, deshalb sollte man bei der Kleiderwahl darauf achten, dass diese ausreichend Luft durchlässt und atmungsaktiv ist. Es eignen sich Naturmaterialien wie Baumwolle und Leinen. Seide und Polyester sollte man meiden, gerade bei Unterwäsche. Auch Schuhe sollten aus natürlichen Materialien bestehen, um Mykosen vorzubeugen.

2. Tipp: Gesunde Körper-Hygiene

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Nach dem Baden oder Duschen sollte man seinen Körper gründlich abtrocknen. Auch die Zehenzwischenräume sollte man nicht vergessen.
Wer zu trockener Haut neigt, sollte eine feuchtigkeitsspendende Lotion nach dem Waschen verwenden. Von übertriebener Körperpflege sollte man aber absehen, denn eine zu intensive und zu häufige Reinigung bringt die natürliche Flora aus dem Gleichgewicht. Insbesondere im Vaginalbereich sollte man keine Intimpflegeprodukte verwenden.

3. Tipp: Vor Ansteckung durch Kenntnisse schützen

Vor einer Pilzinfektion kann man sich sehr gut schützen, wenn man über mögliche Übertragungswege Bescheid weiß.

An den folgenden Orte sind Mykose-Infektionen leicht möglich:

  • öffentlichen Schwimmbändern, Duschen und Saunen
  • Fitnesscentern (Geräte, Yoga-Matten)
  • Badezimmern und auf Teppichböden von Hotels

Es empfiehlt sich hier Badeschlappen beziehungsweise Socken zu tragen.

4. Tipp: Stärkung des Immunsystems

Mit gewissen Verhaltensweisen kann man das körpereigene Immunsystem stärken:

  • ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung
  • Meiden von Zucker und Weißmehlprodukten (Pilze lieben Zucker)
  • regelmäßige Bewegung an der frischen Luft

Fazit

Pilzinfektionen werden immer wieder nur als ein optisches Problem abgetan. Doch Mykosen gehören zu den häufigsten Infektionserkrankungen weltweit. Die meisten Pilzerkrankungen treten oberflächlich und lokal an Nägeln, Schleimhäuten und anderen Körperteilen auf. Invasive Pilzerkrankungen werden jedoch immer wieder – auch in Deutschland – zu spät erkannt. Deshalb sollte man auf der Hut sein, Symptome gleich im Anfangsstadium zu erkennen.


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