Eine Ohrenentzündung ist eine Entzündung im Bereich des inneren, mittleren oder äußeren Ohres. Je nachdem, wie stark die Entzündung ausfällt und wo sie auftritt, wirkt sie sich möglicherweise auf die allgemeine Gesundheit des Patienten aus.

Was ist unter einer Ohrenentzündung zu verstehen?

Bei einer Entzündung der Ohren handelt es sich um eine häufige Erkrankung, die im Bereich der Ohren auftritt. Die akute Mittelohrentzündung (Otitis media acuta) zählt zu den häufigsten Ohrerkrankungen. Sie ist meist die Folge eines Infekts im Nasen-Rachen-Raum. Warum vor allem Kinder bis etwa zum sechsten Lebensjahr davon betroffen sind, wird auf der Seite https://www.hno-aerzte-im-netz.de/krankheiten/mittelohrentzuendung-akut erläutert.

Mediziner bezeichnen die Ohrenentzündung als Otitis und unterscheiden drei Arten:

  • Entzündung des Innenohrs (Otitis interna)
  • Entzündung des Gehörgangs (Otitis externa)
  • Mittelohrentzündung (Otitis media)

Die Mittelohrentzündung unterteilen Ärzte wiederum in die akute, rezidivierende, exsudative und chronische exsudative Mittelohrentzündung. Ausführliche Informationen zur Mittelohrentzündung und den Varianten finden sich auf https://www.earpros.com/de/ohrenentzundung. Earpros hat es sich um Ziel gesetzt, Menschen dabei zu unterstützen, ein Höchstmaß an Hörgesundheit zu erhalten. Mit einem starken Team aus 16.000 Mitarbeitern sowie 11.000 Verkaufsstellen in 29 Ländern steht Earpros seinen Kunden beratend zur Seite, angefangen bei Hörtests bis hin zur Auswahl und Finanzierung der ersten Hörgeräte.

Welche Art der Ohrenentzündung vorliegt, hängt von dem Bereich ab, in dem sie auftritt. Alle Otitis-Formen gehen meist mit starken Ohrenschmerzen einher, werden aber ebenso von weiteren Symptomen wie zum Beispiel Schwerhörigkeit oder Fieber begleitet.

Wichtig: Ohrenentzündungen, egal welcher Art, sollten nach Möglichkeit immer behandelt werden. Unbehandelt können sie langfristige Hörprobleme auslösen. Zu schwerwiegenden Folgeschäden kann vor allem die Otitis interna führen, die sich bis in das Gehirn ausbreiten kann.

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Ursachen – was löst Ohrenentzündungen aus?

Eine Entzündung der Ohren tritt häufig infolge einer Infektion durch Viren, Bakterien oder Pilze auf. Der Gehörgang und die inneren Bereiche des Ohres sind durch das Ohrenschmalz und feine Härchen grundsätzlich geschützt. Dennoch können Erreger in die empfindlichen Ohrenbereiche gelangen und dort Infektionen auslösen. Wasser, das beim Duschen oder Schwimmen in die Ohren eindringt, und das dauerhafte Tragen von Ohrstöpseln oder Innenohrhörern können den körpereigenen Schutz zusätzlich schwächen. Weiterhin führen Ekzeme im Bereich der Ohren und Allergien mitunter zu einer Ohrenentzündung. Daneben können diverse Kinderkrankheiten eine Ohreninfektion (besonders des Mittelohrs) auslösen.

Symptome & Beschwerden – wie äußert sich eine Ohrenentzündung?

Ohrenentzündungen treten sehr häufig bei Kleinkindern auf. Aber auch Erwachsene sind davon betroffen. Eine Entzündung der Ohren geht mit einem stechenden, dauerhaften Schmerz einher. Dieser ist oft so unangenehm für die Betroffenen, dass diese sich allgemein unwohl und krank fühlen.

Liegt eine schwere Entzündung des Gehörgangs vor, ist der Austritt von Eiterflüssigkeit ein typisches Anzeichen. Eine solche Entzündung des Ohres muss ärztlich abgeklärt und mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden. Anderenfalls verschlimmern sich die Symptome deutlich. Vielfach treten in Verbindung mit einer Ohrenentzündung neben einem allgemeinen Unwohlsein auch Gliederschmerzen und Kopfschmerzen auf.

Grundsätzlich sollte eine Ohrenentzündung möglichst früh behandelt werden. Nur dann können die Betroffenen mit einer vollständigen und schnellen Genesung rechnen. Manchmal wird die Ohrenentzündung aber nicht durch Viren oder Bakterien verursacht. Auch Fremdkörper, die sich im Gehörgang befinden, führen mitunter zu einer Entzündung.

Je nachdem, um welche Art von Fremdkörper es sich handelt, kommt es ebenfalls zu starken Schmerzen im Bereich des Ohres. Möglicherweise entstehen sogar bleibende Schäden.

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Diagnose – wie wird eine Ohrenentzündung festgestellt?

Wie erwähnt, macht sich eine Ohrenentzündung zumeist mit mittleren bis starken Schmerzen bemerkbar. Welche Art von Entzündung vorliegt, stellt der Arzt durch einen Blick in das Ohr fest. Um das Innere des Ohres zu betrachten, verwendet er ein Otoskop. Mithilfe dieses Gerätes stellt er häufig bereits eine erste Diagnose. Eine kurze Beschreibung eines Otoskops ist hier zu finden: https://www.rtl.de/videos/was-ist-ein-otoskop.

Ergänzend kann der Arzt eine Blutuntersuchung durchführen, um zu ermitteln, ob tatsächlich eine Entzündung vorliegt. Eventuell austretende Flüssigkeit liefert weitere Informationen. Der Arzt nimmt davon einen Abstrich.

Behandlung – welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Hat der HNO-Arzt eine Entzündung der Ohren diagnostiziert, leitet er eine entsprechende Therapie ein. Der Umfang der Behandlung richtet sich nach der Art der Entzündung und wodurch sie hervorgerufen wurde.

Der Arzt verordnet höchstwahrscheinlich ein Antibiotikum, wenn eine bakterielle Entzündung vorliegt. Dieses bekämpft die Bakterien und verhindert, dass die Infektion erneut ausbricht. Bei einem Pilzbefall werden die Ohren mit einem Antipilzmittel behandelt. Bei einer tiefsitzenden Infektion muss der Patient Tabletten einnehmen. Sollte es sich um eine Gehörgangentzündung handeln, verschreibt der Arzt ihm eine Salbe zum Auftragen.

Liegt eine Otitis externa vor, ist womöglich eine Operation notwendig. Dies ist dann der Fall, wenn sich eine große Menge Eiterflüssigkeit angesammelt hat, die durch einen operativen Eingriff entfernt werden muss.

Prognose – gute Aussichten auf Heilung bei rechtzeitiger Behandlung

Die Prognose einer Otitis hängt von der jeweiligen Art der Entzündung, aber auch vom Patienten selbst ab. Im Falle einer einfachen Außenohrentzündung sind die Aussichten meist gut. Sofern sich der Betroffene schnell in ärztliche Behandlung begibt, bessern sich die Symptome innerhalb weniger Tage. Es bleiben keine Folgeschäden.

Reagiert er zu spät, kann sich die Entzündung auf die Ohrmuschel ausweiten. Aber auch eine Entzündung des kompletten Gehörgangs heilt innerhalb weniger Wochen ohne Folgen ab. Nur in wenigen Fällen kommt es zu einer lebensgefährlichen Situation, wenn die Entzündung in eine schwerwiegendere Form übergeht.

Die Mittelohrentzündung hat ebenfalls eine gute Prognose. Sie heilt in wenigen Tagen ab, vorausgesetzt, sie wird rechtzeitig erkannt und behandelt. Entwickelt sie sich hingegen zu einer chronischen Entzündung oder kommt es zu Komplikationen, kann die Mittelohrentzündung schlimmstenfalls auf das Gehirn übergreifen. Hier sind kleine Kinder besonders gefährdet. Treten Infektionen wiederholt auf, können diese eine Hörminderung nach sich ziehen und damit verbunden auch eine verminderte Sprachentwicklung.

Eine frühe Behandlung ist auch bei einer Innenohrentzündung wichtig. Dann müssen Betroffene weder mit Komplikationen noch mit bleibenden Schäden rechnen. Kinder zählen hier wiederum zu den Risikogruppen. Der Grund: Der Gehörgang eines Kindes ist noch im Wachstum. In seltenen Fällen kommt es zu einer dauerhaften Schädigung des Hörvermögens. Ebenfalls zu den Risikogruppen zählen Menschen mit Vorerkrankungen und Schwangere.

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