ACHTUNG! ᐅ Prämenstruelles Syndrom (PMS) – Ab wann zum Arzt?

Die Tage vor der Menstruation.. Für viele Frauen eine sowohl körperlich als auch physisch anstrengende Phase. Für Frauen die vom prämenstruellen Syndrom (kurz PMS) betroffen sind, können diese „Tage vor den Tagen“ eine wahre Qual sein.

Wie Sie sich verhalten müssen, wann Sie damit zum Arzt sollten und ob Sie gegen diese Symptome vorbeugen können.. erfahren Sie in diesem Artikel.


 Informationen zur Krankheit

  • Bezeichnung: Prämenstruelles Syndrom (PMS)
  • Typ: Prämenstruelle Beschwerden
  • ICD-Codes: N94.3

Prämenstruelles Syndrom (PMS) – Eine Definition

Prämenstruelles Syndrom, kurz PMS, bezeichnet physische und psychische Beschwerden, die regelmäßig vor Eintreten der monatlichen Regelblutung auftauchen. Laut Wikipedia treten die Beschwerden zwischen dem vierten und zehnten Tag vor Beginn der Periode ein. Dies liegt an den Hormonschwankungen während des weiblichen Zyklus.

Die Beschwerden sind vielseitig und äußern sich meist in Stimmungsschwankungen, Bauchkrämpfen, Spannungsgefühl in der Brust und Traurigkeit. Bei jeder Frau sind die Symptome auf verschiedene Weise und in unterschiedlicher Stärke ausgeprägt. Mit Einsetzen der Blutung verschwinden die Symptome dann schlagartig wieder.

Liste der Symptome – Woran erkennen Sie PMS?

pms prämenstruelles syndrom erfahrungen was tun hilfe

Das prämenstruelles Syndrom ist für viele Frauen mit den verschiedensten Symptomen verbunden. Dabei ist die Liste der Symptome sehr lang. Oftmals überschneidet sich diese auch mit den Symptomen einer „normalen“ Menstruation.

Unterschieden wird hierbei zwischen physische & psychischen Symptomen:

Physische Symptome

  • Bauchkrämpfe
  • Blähbauch
  • Empfindliche Brüste: Spannungen, Verhärtungen
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schwindel
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger
  • Hautveränderungen
  • Verdauungsprobleme
  • Gelenkschmerzen

Psychische Symptome

  • Stimmungsschwankungen
  • Angstzustände
  • Depressive Verstimmungen
  • Reizbarkeit
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Innere Unruhe
  • Lustlosigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Vermindertes Selbstwertgefühl
  • Grundloses Lachen oder Weinen

PMS oder doch schwanger?

Die Symptome des Prämenstruellen Syndroms und die einer möglichen Schwangerschaft können identisch sein. Ständige Müdigkeit und wiederkehrende Übelkeit am Morgen können erste Anzeichen einer Schwangerschaft sein.

Um herauszufinden, ob PMS oder eine Schwangerschaft Auslöser der Symptome ist, hilft es den Zeitpunkt der eintretenden Symptome zu bestimmen. Viele Frauen berichten darüber, dass die Beschwerden bei PMS zwischen Einsprung und erstem Tag der Blutung einsetzen, während sie bei einer Schwangerschaft erst wesentlich später einsetzen. Achten Sie also darauf, in welcher Phase Ihres Zyklus Sie sich gerade befinden. Um eine Schwangerschaft schließlich eindeutig zu identifizieren, hilft ein Schwangerschaftstest oder der Besuch beim Arzt.

PMS Ursachen & Risikofaktoren

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Die Ursachen für das Prämenstruelle Syndrom sind noch nicht ausreichend erforscht. Da die Beschwerden lediglich im zweiten Teil des Zyklus eintreten, ist davon auszugehen, dass die Umstellung der Hormone PMS auslösen. In dieser Zeit produziert der weibliche Körper das Gelbkörperhormon Progesteron. Manche Frauen scheinen empfindlich auf die Abbauprodukte dieses Hormons zu reagieren.

Des Weiteren erhöhen äußere Einflüsse, wie Nikotin, Stress, schlechte Ernährung oder Bewegungsmangel das Risiko am Prämenstruellen Syndrom zu erkranken.

Die Diagnose des Prämenstruellen Syndroms

Um PMS zu bestimmen und andere Krankheiten auszuschließen, sollte sich jede Frau, die unter den verschiedenen Symptomen leidet, untersuchen lassen. Wenn Ihr Alltag durch die Beschwerden eingeschränkt wird, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Nur eine Untersuchung durch den Facharzt kann Klarheit schaffen.

Gibt es auch PMS Selbsttest im Internet?

Viele Frauen leiden am Prämenstruellen Syndrom. Sie sind sich nicht sicher, ob Sie auch betroffen sind und wollen Klarheit über Ihre Beschwerden gewinnen? Ein Selbsttest kann Ihnen bei einer Eigendiagnose helfen. Im Internet finden Sie einen Fragenkatalog mit 24 Fragen, die in etwa so lauten:

  1. Sind Sie reizbarer als sonst?
  2. Schmerzen Ihre Brüste?
  3. Bemerken Sie bei sich selbst starke Stimmungsschwankungen?
  4. Verspüren Sie innerliche Unruhe?
  5. Haben Sie starke Gewichtsschwankungen von 2kg oder mehr bemerkt?
  6. ….etc.

Nach der Beantwortung der Fragen zählen Sie alle JA und NEIN zusammen. Beantworten Sie mehr als 10 Fragen mit JA, leiden Sie höchstwahrscheinlich unter PMS. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Ihre Beschwerden zu lindern.

WARNUNG – Wann Sie mit PMS zum Arzt gehen sollten?!

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Beschwerden, die mit dem Prämenstruellen Syndrom einhergehen, sind für viele Frauen störend und dennoch auszuhalten. Wenn Sie sich allerdings dermaßen antriebslos fühlen, dass Sie nicht aus dem Bett kommen oder unter solchen Schmerzen leiden, dass Sie sich kaum bewegen können, dann ist es ratsam der Ursache auf den Grund zu gehen. Sollten die Beschwerden derart stark ausgeprägt sein, dass sie Ihren Alltag stark einschränken, dann sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen, der Ihnen durch die richtige Therapie Linderung verschafft.

Behandlung & Therapie – Was hilft gegen PMS?

Damit Sie Ihren Alltag auch mit PMS meistern können, gibt es verschiedene Möglichkeiten die Auswirkungen zu reduzieren und die Beschwerden dadurch zu lindern. Anfangs können Sie Wärmflaschen, Tees, Bewegung und Entspannung ausprobieren. Manchmal helfen diese einfachen Dinge bereits das Wohlbefinden aus positive Art zu beeinflussen. Vielen Frauen helfen diese Dinge jedoch nicht. Für stark ausgeprägte Beschwerden durch PMS gibt es weitere Möglichkeiten, die Sie probieren können.

Nahrungsergänzungsmittel

Bei leichteren Beschwerden können Sie die Einnahme pflanzlicher Ergänzungsmittel ausprobieren. Darunter fallen Mönchspfeffer, Johanniskraut, Vitamin B6, Magnesium oder Kalzium. Bevor Sie solche Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, sollten Sie einen Arzt befragen, ob diese für Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

CBD Öl gegen Schmerzen

In der letzten Zeit lesen wir immer mehr Erfahrungsberichte von Menschen, die mit Hilfe von Cbd Öl die verschiedensten Schmerzsymptome in den Griff bekommen haben.

Unterstützt werden diese Berichte von Studien, die seit Jahren wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit von Cannabinoiden in der Schmerztherapie erbringen. Aber auch bei Krankheiten wie Epilepsie, Angststörungen oder verschiedenen Darmerkrankungen konnte man durch die Behandlung mit CBD bereits Erfolge erzielen.

Sie wollen mehr zu dem Thema wissen?

☞ Anwendungsmöglichkeiten, aktuelle Studienergebnisse und Gesetzeslage
(Alle Informationen finden Sie in unserem Artikel zum Thema Cannabidiol)

☞ Wie Cbd Öl wirkt, wie Sie es einnehmen müssen und wo Sie es kaufen können?
(Alle Informationen finden Sie in unserem Artikel zum Thema Cbd Öl)

Herkömmliche Schmerzmittel

PMS hat verschiedene Symptome. Sollten Sie unter Kopf-, Gelenk-, Rücken-, oder Unterleibschmerzen leiden, dann können Sie zu herkömmlichen Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Ibuprofen greifen. Diese Medikamente lindern die Schmerzen und helfen Ihnen so durch den Tag.

Hormonelle Mittel

Da Hormonschwankung eine der Ursachen von PMS ist, können hormonverändernde Medikamente die Symptome bekämpfen.
Eines der wohl bekanntesten Mittel ist die Antibabypille, die im Zusammenhang mit der Verhängnisverhütung ebenfalls vor einer ungewollten Schwangerschaft schützt. Die Antibabypille hat einen positiven Einfluss auf die Beschwerden von PMS. Durch die Hormone, die in der Pille stecken, werden die Symptome oft vollständig unterdrückt. Die Einnahme der Pille erfolgt jeden Tag zur etwa gleichen Zeit, sodass die Wirkung sichergestellt wird.

Als Alternative dient vielen Frauen das Hormonpflaster. Dieses wird ein Mal wöchentlich gewechselt um die Wirkung sicherzustellen. Beim Hormonpflaster wird stetig Östrogen und Gestagen freigesetzt.

Beide Verhütungsmethoden unterdrücken den Eisprung, weshalb keine Veränderung der Hormone eintritt. Dadurch werden die Beschwerden, ausgelöst durch PMS, verhindert.

PMS Medikamente

Wer keine hormonelle Medikation will oder einen Kinderwunsch hat, der durch die Einnahme von Hormonen nicht erfüllt wird, kann zur Linderung der PMS Symptome zu speziellen Medikamenten greifen.

Eines dieser PMS Medikamente ist PMS Redux. Dies ist eine natürliche Arznei, die viele verschiedene B-Vitamine enthält und durch ihre spezielle Zusammensetzung die Symptome vom Prämenstruellen Syndrom deutlich lindert. Da viele Frauen, die von PMS betroffen sind, unter Wassereinlagerungen leiden, wirken viele solcher PMS Medikamente entwässernd. So werden Schwellungen in Gliedmaßen und in den Brüsten gemildert, denn das überschüssige Wasser wird über den Urin ausgeschieden.

Antidepressiva gegen PMS

Viele Frauen leiden während des PMS unter psychischen Problemen. Sie haben ein vermindertes Selbstwertgefühl, depressive Verstimmung und sind scheinbar grundlos wütend oder traurig. Dabei handelt es sich um eine absehbare Zeitspanne, in der die Betroffenen trotzdem leiden und in ihrem Alltag eingeschränkt sind.

Um den Frauen diese Zeit zu erleichtern, helfen SSRI. Dies sind selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die dafür sorgen, dass ausreichend Serotonin im zentralen Nervensystem vorhanden ist. Dieses Medikament sollte nur zeitweise an den betroffenen Tagen eingenommen werden.

Kognitive Verhaltenstherapie

Frauen, bei denen die psychischen Probleme während PMS stark ausgeprägt sind und die auf Medikamente verzichten wollen, können die kognitive Verhaltenstherapie ausprobieren. Belastende Verhaltens- und Denkmuster werden durch die Therapie herausgefunden und zum Positiven verändert.

Wie kann man PMS vorbeugen?

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Für viele Frauen ist PMS sehr belastend. Um sich diese Zeit zu vereinfachen, können Sie Ihre Lebensgewohnheiten verändern. Um dies zu erreichen, sollten Sie bewusst neue Gewohnheiten einführen.

  • Regelmäßige Bewegung:
    Um Schmerzen im Kopf, Rücken oder Unterleib vorzubeugen, hilft Ihnen regelmäßige Bewegung, die Sie in den Alltag integrieren. Dies kann in Form von Spaziergängen an der frischen Luft oder Sporteinheiten, wie Yoga oder Ähnliches sein. Durch regelmäßige Bewegung lösen Sie Verkrampfungen und dehnen Ihre Muskeln.
  • Ausreichend Schlaf:
    Im Trubel des Alltags geht es oft hektisch zu, weshalb viele Menschen am Abend alles erledigen, was tagsüber liegen geblieben ist. Wichtig für Frauen, die unter PMS leiden, ist es sich ausreichend Schlaf und Ruhe zu gönnen. Sie sollten ca. acht Stunden pro Nacht schlafen, um fit und ausgeglichen in den neuen Tag zu starten.
  • Eine gesunde Ernährung:
    Eine ausgewogene Ernährung hilft vielen Betroffenen. Viele Frauen verzichten in den Tagen nach dem Eisprung auf Salz, Schokolade, Alkohol und Koffein. Dies soll die Beschwerden deutlich lindern.
  • Mehr Zeit für sich selbst:
    Um sich in der Zeit von PMS etwas gutes zu tun, sollten Sie ausreichend Zeit für sich selbst einplanen. Nehmen Sie sich Zeit für ein gutes Buch oder ein entspannendes Bad. Durch solche Kleinigkeiten können Sie sich selbst helfen, weil kleine Auszeiten positive Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden haben.
LESER HELFEN LESERN

Wenn Sie bereits Erfahrungen gemacht haben mit Prämenstruelles Syndrom und eventuell sogar Tipps weitergeben möchten, so lassen Sie es uns & die Leser wissen. Nutzen Sie die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag und tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen aus.
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Prämenstruelles Syndrom in Memes

Durch die vielen verschiedenen Symptome, die im Zusammenhang mit PMS auftreten, leidet jede betroffene Frau an verschiedenen Beschwerden. So unterschiedlich wie diese Beschwerden, sind auch die Facetten des PMS, deshalb darf eine Prise Humor auch in den Zeiten des Prämenstruellen Syndroms nie fehlen.

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Fazit

Ob Sie nun normale Regelschmerzen haben oder unter PMS leiden, Sie sind keinesfalls alleine. Zahlreiche Frauen leiden jeden Monat auf’s Neue wieder unter dem Prämenstruellen Syndrom. Es gibt viele Möglichkeiten um die Beschwerden zu lindern, sodass diese Zeit angenehmer vorüber geht. Und so schwer Ihnen die Zeit auch erscheinen mag: Mit Einsetzen der Periode klingen die Beschwerden ab und bis zum nächsten Monat haben Sie erst ein Mal wieder Ruhe vor dem Quälgeist PMS.


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