ACHTUNG! ᐅ Rosacea RICHTIG BEHANDELN… aber wie?

Rosacea – für viele eine leiderfüllte Krankheit, die sich nicht verstecken lässt. Die Hauterkrankung tritt überwiegend im Gesicht auf. Umso wichtiger ist den Betroffenen eine Behandlungsmöglichkeit, mit Hilfe derer die Lebensqualität wieder hergestellt wird.

Welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt und welche dieser Anwendungen besonders ergiebig sind, erfahren Sie hier.


 Informationen zur Krankheit

  • Bezeichnung: Rosacea (Rosazea)
  • Typ: Rötungen im Gesicht bis zu knotenartigen Verdickungen
  • ICD-Codes:L71.9

Was ist Rosacea?

Bei Rosacea handelt es sich um eine Hauterkrankung, die häufig bei fortschreitendem Alter im Gesicht auftritt und der bekannteren Hautkrankheit Akne ähnelt. Die Rosazea äußert sich durch gerötete Stellen im Gesicht, insbesondere im Bereich der Stirn, der Nase, der Wangen und des Kinns.

Die Gefäße sind erweitert, wodurch es zu unangenehmen Rötungen kommen kann. Die Krankheit verläuft chronisch und ist nicht ansteckend.

Die Symptome – Wie Sie eine Rosacea erkennen können?

Die Hautrankheit Rosazea verläuft in drei Stadien, die von verschiedenen Symptome begleitet werden. Um Ihnen die Einordnung zu erleichtern, haben wir die Symptome zusammen gefasst und Bilder für das jeweilige Stadium eingefügt.

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Quelle: www.dr-jetskeultee.de

Stadium 1 – Rosacea erythematosa-teleangiectatica

Der Verlauf der Krankheit beginnt mit einfachen Rötungen der Haut. Die Gefäße sind geweitet und äußere Faktoren, wie Hitze oder Kälte haben Einfluss auf die Heftigkeit der Färbung. Erste merkbare Beschwerden können sein: Juckreiz, Brennen und trockene Haut. 

Stadium 2 – Rosacea papulopustulosa

Pusteln, Bläschen, Schwellungen und schuppende Haut sind Symptome des zweiten Stadiums. Hinzu kommen große Poren und ein unangenehmes Jucken und Brennen der betroffenen Stellen.

Stadium 3 – Glandulär-hyperplastische Rosacea

Das Bindegewebe und die umgebenen Talgdrüsen der betroffenen Stellen fangen im dritten Stadium an unkontrolliert zu wuchern. Dadurch entstehen sichtbare knotenartige Verdickungen. Wenn die Nase von diesen Wucherungen betroffen ist, nennt man dies Rhinophyms, auch als Knollennase bekannt. Dies ist die bekannteste Form der Rosazea unter der überwiegend Männer leiden. Solche Wucherungen können aber ebenfalls am Kinn, den Ohren oder Augen entstehen. 

Weitere Formen der Rosacea

Während sich die klassische Rosacea vor allem im Bereich der Nase und der mittleren Region des Gesichts ausbreitet, gibt es noch weitere Formen dieser Hautkrankheit, die an verschiedenen Stellen des Körpers auftauchen kann.

Eine Form ist die Rosacea mit Augenbeteiligung. Diese Erkrankung wird Ophthalmorosazea genannt. Die Augen der betroffenen Person sind trocken und brennen. Neben diesen Beschwerden kann es häufig zu entzündeten Augen kommen: Lider, Bindehaut und Iris können sich im Verlauf dieser Krankheit entzünden. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle wichtig. In wenigen Fällen können die Augen durch eine einsetzende Hornhautentzündung ernsthaften Schaden nehmen. 

Neben dieser Form der Krankheit gibt es noch Weitere. Wenn die Rosazea in kurzer Zeit sehr heftige Auswirkungen annimmt, dann spricht man von einer Rosacea fulminans. Davon sind meist jüngere Frauen betroffen. Für sie besteht Hoffnung, denn nach dem schnellen Verlauf klingen die Symptome schnell wieder ab.

Eine gramnegative Rosacea tritt ein, wenn nach der Behandlung mit Antiobiotika keine Besserung eintritt. In diesem Fall haben bestimmte Bakterien die Behandlung überlebt und sorgen für weitere Hautreaktionen. Wenn die Erkrankung nach einer Behandlung mit Kortison schlimmer wird, dann wird die Rosazea zu einer sogenannten Steroidrosazea, deren Symtopme weitaus schlimmer sind als die der eigentlichen Krankheit.

Die Diagnose – Wie geht der Arzt vor?

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Um eine Diagnose von einem Arzt zu erhalten, schaut sich dieser die betroffenen Hautstellen genau an und fragt den Patienten nach Auslösern und dem Verlauf der Veränderungen.

Wenn der Arzt sich der Diagnose nach dieser Untersuchung nicht sicher ist, dann kann eine Biopsie der Haut erfolgen. So werden ähnlich verlaufende Krankheiten ausgeschlossen. Durch eine konkrete Diagnose kann man die Krankheit schließlich dementsprechend behandeln.

Behandlungsmöglichkeiten – Was hilft wirklich gegen eine Rosacea?

Wer unter Rosacea leidet, der möchte die Krankheit meist dringend behandeln. Es gibt verschiedene Möglichkeit der Hautkrankheit entgegen zu treten. Für jedes Stadium gibt es eine passende Therapiemöglichkeit.

Cremes und Salben gegen Rosacea

Mittel zur äußerlichen Anwendung helfen zu Anfang sehr gut. Gels und Cremes mit niedrigem pH-Wert kommen im ersten Stadium häufig zum Einsatz, weil sie pflegende Eigenschaften haben. Salben, die Wirkstoffe, wie Azelainsäure, Brimonidin, Ivermectin oder dem Antibiotikum Metronidazol beinhalten, helfen bei fortschreitender Rosazea. Diese Inhaltsstoffe bekämpfen die Entzündung und hindern die Zellen am Wachsen. 

Innerliche Therapie mit Medikamenten

Wenn eine rein äußerliche Behandlung nicht zur gewünschten Besserung der Symptome verhilft, dann gibt es Medikamente zum Einnehmen die die Hauterkrankung behandeln. 

Tabletten, die Doxycyclin oder Minocyclin enthalten, werden häufig zur Eindämmung der Entzündung angewandt. Dies verspricht eine schnelle Verbesserung der Krankheit.

Licht oder Lasertherapie

Wenn Betroffene allergisch auf die Medikamente reagieren oder diese nicht anschlagen, gibt es die Möglichkeit einer Lasertherapie.

Die betroffenen Regionen werden mit dem Laser oder der Blitzlampe behandelt. Indem gebündelte und energiegeladene Lichtstrahlen auf die betroffenen Stellen treffen werden die Erweiterungen der Gefäße sowie Rötungen eingedämmt. Eine Nebenwirkung dieser Methode ist eine etwaige Narbenbildung. 

Behandlung der Rhinophyms

Das Rhinophym kann durch einen chirurgischen Eingriff behandelt werden. Die Wucherungen werden dabei häufig mit dem Skalpell abgetragen. Eine weitere Möglichkeit ist die Behandlung mit Kälte oder flüssigem Stickstoff, auf die die Haut reagiert.

Erfahrungsberichte im Forum – Was sagen Betroffene?

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In verschiedenen Foren berichten viele Betroffene von ihren Erfahrungen mit der Krankheit Rosacea. Viele beschreiben die positiven Auswirkungen durch die Anwendung verschiedener Cremes, durch die eine Verschlimmerung der Krankheit verringert wurde. 

Die stark empfindliche Haut (vor allem im Winter) erhält durch die Verwendung von Cremes die nötige Portion Feuchtigkeit, Rötungen verschwinden und das Brennen und Jucken im Gesicht lässt durch die Anwendung nach.

Die Ursachen – Was kann eine Rosacea auslösen?

Die Ursachen für eine Rosacea sind vielfältig. Verschiedene Faktoren begünstigen einen Schub, deshalb sollte die Haut vor äußeren Umwelteinflüssen dringend geschützt werden. Sonne, Wind und Kälte verstärken die Krankheit ebenso wie eine ungesunde Lebensweise. Auch chemische Mittel können zu Hautreizungen führen. 

Rosacea vorbeugen – Das sollten Sie vermeiden

Es gibt einige Dinge, die eine Rosacea verschlimmern können. Aus diesem Grund sollten diese vermieden sollen. Mit der Zeit findet jeder Betroffene selbstständig heraus, was die Symptome verschlimmert und wie er damit umgehen sollte.

Extreme Temperaturschwankungen, heiße Getränke, scharfes Essen, heiße Duschen und Saunagänge, sowie Alkohol sorgen dafür, dass die Gefäße geweitert werden. Dadurch kann es zu extremen Rötungen kommen. Betroffene sollten starke UV-Strahlung außerdem unbedingt vermeiden. Kosmetikartikel mit bestimmten Inhaltsstoffen, beispielsweise Alkohol, sollten nicht benutzt werden, weil sie die Haut zusätzlich reizen. Betroffene sollten sich keinem unnötigen Stress aussetzen.

Gibt es Hausmittel gegen Rosacea?

Es gibt verschiedene natürliche Hausmittel, die gegen Rosazea helfen. Dazu gehören Apfelessig, Lavendelöl, Leinsamen und Grüner Tee. Die Mittel dienen der äußerlichen Anwendung. 

LESER HELFEN LESERN

Wenn Sie bereits Erfahrungen gemacht haben mit einer Rosacea, und Tipps und Tricks kennen um gegen sie vorzugehen, so lassen Sie es uns & die Leser wissen. Sei es eine Creme, eine chirugische Behandlung oder auch Omas altes Hausmittel.. nutzen Sie die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag und tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen aus.
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!

Häufige Fragen zu Rosacea

Die häufigsten Fragen zur Hautkrankheit haben wir für Sie zusammen gestellt und beantwortet. Sollten Sie weitere Fragen haben, dann hinterlassen Sie diese gerne in einem Kommentar.


Wie häufig ist eine Rosacea?

Die Hautkrankheit ist nicht gerade selten. Ca. 4 Millionen Menschen leiden alleine in Deutschland an dieser Erkrankung. Viele wissen allerdings nicht, dass sie betroffen sind.

Zu welchem Arzt sollten Sie mit einer Rosacea?

Mit dem Verdacht auf eine Rosazea ist der Gang zum Hausarzt ratsam. Man kann jedoch auch direkt zum Hautarzt gehen, allerdings ist die Wartezeit auf einen Termin dort länger.

Kann man Rosacea mit Make-Up überdecken?

Eine anhaltende Rosazea kann mit Make-Up überdeckt werden. Unter dieser Schicht sollte man allerdings unbedingt zuvor eine pflegende Creme verwenden. Außerdem sollte man die Inhaltsstoffe des jeweiligen Produkts überprüfen. Nicht jedes Make-Up ist dafür geeignet.

Hilft Homöopathie bei Rosacea?

Es gibt eine große Auswahl an homöopathischen Mitteln, die zur Behandlung der Hautkrankheit hinzu gezogen werden können. Bevor Sie dies allerdings in Erwägung ziehen, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen, mit dem Sie die Behandlungsweise besprechen.


Fazit zu Rosacea

Unter der Hauterkrankung Rosacea zu leiden, ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann insbesondere auf die Psyche schlagen. Umso wichtiger sind verschiedene Möglichkeiten der Behandlung, sodass Betroffene sich nicht immer Gedanken um ihre Haut machen müssen. 

Cremes und Salben sind besonders zu empfehlen, da die Anwendung sehr einfach ist und große Erfolge erzielen kann. Betroffene berichten über ihre positiven Erfahrungen durch die Verwendung unterschiedlicher Cremes. Wenn diese Behandlung nicht anschlägt, dann gibt es noch weitere Therapieformen: Tabletten und chirurgische Eingriffe bekämpfen die Krankheit ebenso.


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