AUFGEDECKT ᐅ Verstopfte Poren – Die 9 effektivsten Mittel…

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Verstopfte Poren haben auf einer makellosen reinen Haut nichts zu suchen! Die meisten Unannehmlichkeiten, die mit unreiner Haut und aknebedingten Hautproblemen zu tun haben, hängen mit verstopften Poren zusammen. Es gibt viele Mittel, die entgegenwirken sollen. Doch wem kann man glauben? In diesem Artikel verraten wir Ihnen, was es mit verstopften Poren auf sich hat und welche Mittel wirklich helfen!

Was sind eigentlich Poren?

Unter Poren versteht man kleine Öffnungen in der Haut, durch die die Haut „atmet“ – also Sauerstoff aufnimmt, Feuchtigkeit aufnimmt und Talg loswird. Wäre die Haut in sich abgeschlossen, könnte sie weder etwas aufnehmen noch etwas abgeben. Cremes, Masken und diverse andere Hautpflegeprodukte wirken nur, weil die Haut über Poren verfügt.

Der Begriff „Poren“ kommt überigens nicht nur im Zusammenhang mit Haut vor – es ist nur eine der geläufigsten Verwendungen. Unter Poren versteht man grundsätzlich Oberflächen und Körper, die Luft und Feuchtigkeit aufnehmen bzw. durchlassen können. 

Dabei sind sie nicht immer konstant groß. Bei Kälte ziehen sich die Poren zusammen, um die körpereigene Energie besser spreichern zu können. Bei Hitze werden die Poren geöffnet, damit Schweiß und Talg besser ausgeschieden werden können. Daher kommt es auch, dass die Haut im Sommer häufig etwas fettiger ist als im Winter, vorausgesetzt man hat nicht das ganze Jahr über eine sehr sensible und trockene Haut.

Die Eigenschaften der Poren sind vor allen Dingen interessant, weil man dadurch den Ursachen von lästigen Hautunreinheiten auf den Grund gehen kann!

Ursachen – Wie entstehen verstopfte Poren?

Doch warum ist das eigentlich so? Was haben verstopfte Poren mit Hautunreinheiten zu tun und wie kommt es dazu, dass Poren sich überhaupt verstopfen? Die Ursache ist eine erhöhte Talgproduktion in den sogenannten Talgdrüsen. Eigentlich wird Talg produziert, um die Haut vor dem Austrocknen zu bewahren.

Ist Talg also doch etwas Gutes? Ja, aber: die Dosis macht das Gift. Eine Überproduktion führt dazu, dass die Haut fettig wird und die Talgdrüsen verstopft werden. Das, was man davon sieht, sind die Mitesser und somit „verstopfte Poren“.

Nun steht fest: Nicht die Poren als solche sind verstopft, sondern die darunterliegenden Talgdrüsen. Eine Anstauung von Talg sorgt für die Verstopfung in den Poren und die Poren können so viel Talg nicht ausscheiden. Also entzündet sich die Talgdrüse und schon entsteht ein Pickel. 

Eine solche Talgüberproduktion kann hormonell bedingt sein: häufig tritt sie auf, wenn ein hormonelles Ungleichgewicht vorliegt. Ein Paradebeispiel dafür ist die Pubertät. Aber auch Erwachsene können an verstopften Poren leiden. 

Verstopfen Cremes die Poren?

Creme ist nicht gleich Creme. Wenn die Haut zu verstopften Poren und Talgüberproduktion neigt, sollte man vor allen Dingen keine öl- und fetthaltigen Cremes verwenden. Verzichten Sie also zunächst auf sehr reichhaltige Cremes für trockene Haut. Verzichten Sie aber nicht vollständig auf Cremes! Die Haut muss schließlich mit Feuchtigkeit versorgt werden. Trockene oder irritiere Haut ist für noch mehr Erreger anfällig und zeigt sich somit nicht dankbar, wenn sie gar nicht gepflegt wird.

Verstopfte Poren sind vielmehr ein Indiz dafür, dass Sie zu leichten, feuchtigkeitsspendenden und gegebenenfalls salyzilsäurehaltigen Cremes greifen sollten. Es gibt darüber hinaus zahlreiche Cremes, die extra für Haut konzipiert sind, die für verstopfte Poren anfällig ist.

Dass Cremes die Poren verstopfen ist ein Mythos, der eher schadet als hilft. Wenn Sie verstopfte Poren und eine sensible, gereizte Haut haben, sollten Sie dennoch eine passende Creme verwenden, um die Haut entsprechend zu schützen. 

AUFGEDECKT! – Die 9 effektivsten Hausmittel gegen verstopfte Poren

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1. Poren öffnen durch Wasserdampf

Verstopfte Poren können und sollten für eine bessere Reinigung zunächst geöffnet werden. Eine sehr beliebte, günstige und effektive Methode ist Wasserdampf. Hierfür können Sie einfach in einem großen Topf ca. 3 Liter Wasser aufkochen. Nehmen Sie ein Handtuch zur Hand, halten Sie das Gesicht über dem Wasserdampf und legen Sie solange das Handtuch über den Kopf. Achten Sie darauf, dass der Dampf nicht zu stark und nicht zu heiß ist.

Wenn der Dampf zu heiß ist, können Verbrennungen entstehen. Halten Sie das Gesicht auch nicht unmittelbar über dem Wasserbad, sondern in einer ausreichenden Entfernung. Sie werden während der Behandlung merken, wenn der Wasserdampf zu heiß ist!

Für eine verbesserte Wirkung können Sie, wenn Sie das Wasser aufkochen, einige Zutaten hinzutun, die verstopfte Poren besonders intensiv behandeln. Geben Sie beispielsweise Zitronensaft, Zitronenschalen und Rosmarin hinzu, wenn Sie eine eher fettige bis Mischhaut haben. Wenn Ihre Haut eher sensibel ist, können Sie einige Kamillenteebeuten hinzugeben. So können die Wirkstoffe in die Haut einziehen und in die geöffneten Poren eindringen. 

Tipp:
Es gibt auch Gesichtssaunas, die verstopfte Poren besonders mild öffnen und einfacher zu regeln sind als heißes Wasser in einem Topf. Sofern Sie die Behandlungen öfter durchführen, ist ein solches Gerät sehr empfehlenswert!

2. Natron gegen verstopfte Poren

Natron ist ein alt bewährtes Hausmittel „gegen alles“. Man kann damit Töpfe schrubben, Sodbrennen bewältigen und verstopfte Poren reinigen! Hierfür nehmen Sie einfach ca. 1 TL Natron (in jeder Drogerie erhältlich) und vermengen Sie diesen zu einer zähen Paste mit etwas Wasser. Tragen Sie die Paste auf die Problemzonen im Gesicht auf, massieren Sie diese wie ein Peeling ein und waschen Sie alles wieder gründlich ab. 

Natron entfernt überschüssiges Öl und beseitigt somit die Grundlage für verstopfte Poren und weitere Unreinheiten. Indem die Poren gereinigt werden, kann das überschüssige Talg ausgeschieden werden und die Haut kann wieder „atmen“ und sich regenerieren.

3. Eier gegen verstopfte Poren

Eier helfen tatsächlich auch gegen verstopfte Poren! Hierfür einfach das Eiweiß vom Eigelb trennen. Eiweiß werden Sie brauchen, das Eigelb können Sie für Spiegeleier aufheben. Vermengen Sie das Eiweiß mit einem Schuss Zitronensaft. Nehmen Sie ein Tempotuch oder ein Kosmetiktuch und reißen Sie es in Stücke, die zur Ihrer Stirn, Wangen, Nase + Nasenflügel und Kinn passen.

Tauchen Sie die Schnipsel ins Eiweiß und kleben Sie diese nach und nach ins Gesicht. Lassen Sie die Schnipsel trocknen und ziehen Sie diese anschließend wie eine Peel-Off-Maske ab. Die Zitronensäure reinigt verstopfte Poren und das Eiweiß zieht sie während des Trocknens zusammen, wodurch das Talg absorbiert wird. Eine einfache und selbstgemachte DIY Peel-Off-Maske!

4. Teebaumöl gegen verstopfte Poren

Teebaumöl wirkt desinfizierend und antibakteriell. Nehmen Sie einfach einen Wattepad und geben Sie darauf etwas Teebaumöl. Tupfen Sie dieses auf die betroffenen Stellen. Sie können auch etwas von Ihrer üblichen Creme nehmen und eine kleine Portion mit 1-2 Tropfen Teebaumöl vermengen. Dadurch lässt es sich großflächiger und einfacher auftragen. 

5. Aktivkohle gegen verstopfte Poren

Aktivkohle – ein Mittel, das momentan seine Renaissance erlebt. Früher war es ein sehr beliebtes Mittel, wenn es um Lebensmittelvergiftungen und Bauchschmerzen ging. Aber auch Haut wurde schon früher damit behandelt. Nehmen Sie hierfür Aktivkohlepulver oder zerstampfen Sie 1-2 Tabletten zu einem feinen Pulver.

Vermengen Sie es mit etwas Wasser und massieren Sie die Granulate in die Haut. Aktivkohle absorbiert überschüssiges Fett und befreit die Poren von alten Ablagerungen. Zusätzlich trägt das Peeling abgestorbene Hautschüppchen ab, wodurch sich die Haut besser und schneller regenerieren kann.

6. Heilerde gegen verstopfte Poren

Heilerde ist ähnlich wie Aktivkohle ein Wundermittel – man kann sie innerlich oder äußerlich verwenden. Damit sie gegen verstopfte Poren wirkt, vermengen Sie etwas Heilerde mit etwas Wasser, sodass sich eine homogene, zähe Paste ergibt.

Diese tragen Sie im Gesicht auf und lassen diese trocknen. Anschließend können Sie die Haut wieder vom Heilerdepanzer befreien. Danach fühlt sich die Haut sehr geschmeidig und weich an. Heilerde wirkt zusätzlich entzündungshemmend und hilft bei Akne sowie bei Neurodermitis und anderen Hautproblemen.

7. Apfelessig gegen verstopfte Poren

„An apple a day keeps the doctor away“ – das gilt auch für Apfelessig. Die Säure im Essig kann verstopfte Poren gut ausreinigen. Apfelessig ist ein besonders milder Essig, weswegen er die Haut nicht zu sehr angreift. Nehmen Sie sich ein kleines Gefäß zur Hand, das vorher am besten desinfiziert oder ausgekocht wurde.

Geben Sie sauberes Wasser hinein und fügen Sie 2-3 EL Apfelessig hinzu. Damit können Sie morgens und abends Ihre Haut abtupfen. Das Reinigungswasser hält sich ca. 1-2 Wochen lang, bereiten Sie daher eine nicht zu große Menge vor.

8. Haferflocken gegen Mitesser

Haferflocken sind ein günstiges und sehr gutes Mittel, um die Haut zu pflegen und gleichzeitig verstopfte Poren loszuwerden. Das darin enthaltene Vitamin E sorgt für eine schnellere Regeneration und versorgt die Haut zugleich mit Feuchtigkeit.

Nehmen Sie eine kleine Handvoll Haferflocken und zermahlen Sie diese, Sie können alternativ auch Haferflockenmehl nehmen. Vermengen Sie die Haferflocken mit Joghurt oder Saurer Sahne und Honig zu einer zähen Paste. Tragen Sie die Gesichtsmaske auf und lassen Sie diese ca. 10-15 Minuten lang einwirken. Spülen Sie die Müslischale ab und zack: schon haben Sie eine perfekt gereinigte und gepflegte Haut. Glatt wie ein Babypopo!

9. Rosenwasser gegen Mitesser

Rosenwasser ist in Indien ein erprobtes Mittel bei Hautproblemen. Es wirkt desinfizierend, reinigt verstopfte Poren mild und tötet bereits vorhandene Keime ab. Kaufen Sie eine Flasche Bio Rosenwasser im Asia Markt oder in einer Drogerie. Tupfen Sie Ihre Haut morgens und abends mit einem in Rossenwasser getränkten Wattepad ab. Und die Haut fühlt sich nicht nur super an: sie riecht auch tatsächlich nach Rosen!

Verstopfte Poren auf der Nase bekämpfen & vermeiden

Verstopfte Poren auf der Nase können Sie auf unterschiedliche Arten und Weisen bekämpfen. Einerseits gibt es Nasenstrips, die auf die Nase geklebt und abgezogen werden, um die Mitesser aus der Haut zu ziehen. Auch alle zuvor genannte Tricks gegen verstopfte Poren helfen gegen das gleiche Problem auf der Nase. 

Regel Nr. 1: fassen Sie sich nicht mit schmutzigen Fingern ins Gesicht. Ansonsten entstehen schnell Mitesser, die sich zu Pickeln und anderen Unannehmlichkeiten entwickeln können.

Verwenden Sie darüber hinaus regelmäßig ein Peeling, um die Poren im Nasenbereich zu reinigen. Es gibt auch die Möglichkeit, die Poren mit einem Komedonenquetscher zu reinigen. Hierfür müssen Sie das Gesicht und dem Quetscher desinfizieren und die Mitesser rausdrücken.

Wo verstopfte Poren überall vorkommen können

Verstopfte Poren können überall da vorkommen, wo Haut und Talgdrüsen vorkommen. Sie befinden sich nicht am ganzen Körper! Verstärkt von Talgdrüsen besetzt sind: das Gesicht, die Oberarme, das Dekollete sowie der Rücken. Die größten Problemzonen sind vor allen Dingen das Gesicht, das Dekollete und der Rücken. 

Verstopfte Gesichtsporen

Im Gesicht kommen verstopfte Poren in der bekannten T-Zone vor: Kinn, Nase, Wange und Stirn. Das sind übrigens auch meistens die Zonen, die bei fettigen oder gemischten Hauttypen glänzen. Das bedeutet, dass in diesen Bereichen eine besonders intensive Talgproduktion stattfindet. Aber auch an den Wangen können sich verstopfte Poren absetzen. 

Die Besonderheit bei den Wangen liegt darin, dass sich darunter eine dickere Gewebeschicht verbirgt. Die Stirn, das Kinn und die Nase verfügen nicht über eine solche Unterschicht, weswegen da die Talgproduktion in den meisten Fällen ausgeprägter ist. 

Talgpickel am Arm

An den Armen bekommt man machmal kleine Pickelchen, die aussehen wie Ausschlag, aber weder jucken noch wie richtige Pickel aussehen. Sie fühlen sich eher rau an, sind weiß-rot und eigentlich nicht sonderlich auffällig. Diese können aber in der Tat ebenso durch verstopfte Poren entstehen wie auch Mitesser im Gesicht. 

Allerdings haben sie sich sogar einen eigenen Fachausdruck in der Medizin erobert: keratosis pilaris. Zwar handelt es sich auch hierbei um verstopfte Poren, aber die Funktionsweise ist eine etwas andere. Während bei anderen Mitessern die Talgdrüsen so viel Talg produzieren, dass die Poren nicht hinterherkommen, handelt es sich bei keratosis pilaris um eine Verhornungsstörung. Die Haarfollikel an den Armen verhornen und sammeln somit Keratin in den Poren. Und so kommt es zu den kleinen Pünktchen, die genetisch vererbbar sind und daher nur teilweise heilbar.

Fazit

Verstopfte Poren sind noch lange kein Todesurteil. Um sie loszuwerden, reicht eine systematische Pflege. Benutzen Sie am besten nicht alle oben genannten Tipps auf einmal: suchen Sie sich ein oder zwei Favoriten aus und wenden Sie diese entsprechend an. Überfordern Sie Ihre Haut nicht, sonst wirkt sie mit noch mehr Talgproduktion entgegen. Vergessen Sie nicht, die Haut trotz Mitesserbehandlungen zu pflegen und sie regelmäßig mit Feuchtigkeit zu versorgen. Eine gepflegte und angereicherte Haut ist eine gesunde Haut!


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